Nachwuchskräfte

So findet das Josefsheim in Bigge Nachwuchs für die Zukunft

Müssen sich nicht verstecken: Immer mehr junge Führungskräfte übernehmen Verantwortung für die Zukunft des Josefsheims (von links: Tobias Middel, Maximilian Bannenberg, Leonie Köpp, Carina Vietze-Plaisier, Anne Lins und David Stute)

Müssen sich nicht verstecken: Immer mehr junge Führungskräfte übernehmen Verantwortung für die Zukunft des Josefsheims (von links: Tobias Middel, Maximilian Bannenberg, Leonie Köpp, Carina Vietze-Plaisier, Anne Lins und David Stute)

Foto: Mario Polzer

Olsberg.  Junge Führungskräfte sollen das Unternehmen stärken und den Altersdurchschnitt senken. Sie gestalten den Wandel aktiv mit und ziehen in den HSK.

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Sie sind jung, qualifiziert, motiviert und sie gestalten die Zukunft des Unternehmens mit: Im Josefsheim Bigge übernehmen immer mehr junge Führungskräfte die Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens. „Der demografische Wandel stellt uns bei der Personalgewinnung vor große Herausforderungen“, sagt Geschäftsführer Gerhard Freund. „Darauf wollen wir nicht nur reagieren, sondern den Wandel mit unserer Personalpolitik aktiv gestalten.“

Anne Lins ist eine der jungen Führungskräfte im Josefsheim: 34 Jahre alt, Mutter von zwei Söhnen – und seit der Rückkehr aus ihrer zweiten Elternzeit im Herbst vergangenen Jahres Leiterin der Werkstatt für behinderte Menschen des Josefsheims. Davor hat sie mehrere Jahre in der Stabsstelle Unternehmensentwicklung gearbeitet. „Für mich ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig“, sagt Anne Lins.

„Ein Aspekt dabei ist, dass meine Kinder in die Kita Sonnenschein gehen.“ Die Kita des Josefsheims, ursprünglich ein heilpädagogischer Kindergarten, wurde seit 2011 als Betriebskindergarten und später auch als Regelkindergarten erweitert. Im Sommer geht der Neubau an der Pappelallee in Betrieb. Dann stehen 83 Plätze für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zur Verfügung.

Fachkräfte binden als Hauptaufgabe

„Um junge Führungskräfte in der Familienphase zu unterstützen, gehen wir neue Wege“, sagt Carina Vietze-Plaisier. Sie ist seit September vergangenen Jahres Personalleiterin des Josefsheims. In Zukunft Fachkräfte zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden, ist eine ihrer wesentlichen Aufgaben. Als Mitarbeiterin der zweiten Führungsebene in Teilzeit zu arbeiten – vor Jahren wäre das im Josefsheim noch nicht möglich gewesen.

„Anne Lins und einige ihrer Kolleginnen nutzen heute dieses Angebot“, berichtet Carina Vietze-Plaisier. Die 32-jährige Mutter von drei Kindern ist selbst eine Vertreterin der neuen Generation Führungskräfte. Vor welch große Herausforderung der demografische Wandel das Josefsheim stellt, zeigt die Statistik: Knapp die Hälfte der rund 700 Beschäftigten sind 50 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter ist 46 Jahre.

Braumeister zieht aus dem Odenwald nach Olsberg

„Als attraktiver Arbeitgeber möchten wir auch Fach- und Führungskräfte für uns gewinnen, die eigens für den Job ins Sauerland ziehen“, sagt Carina Vietze-Plaisier. Ein Beispiel dafür ist Maximilian Bannenberg. Er ist seit dem 1. Januar Braumeister der Josefs-Brauerei.

„Die einzigartige Kombination aus Brauerei und Inklusion hat mich bewogen, mich in Bigge zu bewerben“, berichtet der 30-Jährige, der für die Getränkeproduktion der Brauerei verantwortlich ist – und extra dafür aus dem Odenwald nach Olsberg gezogen ist. Auch bei der Leitung der Fachdienste und des Wohnbereichs im Berufsbildungswerk sind mit Leonie Köpp und David Stute seit Kurzem zwei junge Kollegen in verantwortlicher Position.

Qualifizierter Nachwuchs

Die Josefs-Gesellschaft (JG) als Träger des Josefsheims und 24 weiterer Einrichtungen an 18 Standorten in ganz Deutschland tut darüber hinaus selbst etwas, um zukünftig gut qualifizierte Nachwuchs-Führungskräfte zu haben. Sie bietet seit einigen Jahren ein Trainee-Programm an, das sich an Studienabsolventen und Fachkräfte mit Berufserfahrung richtet. Tobias Middel ist einer von ihnen und derzeit im Personalmanagement im Einsatz. Weitere Stationen im Münsterland und in Aachen stehen noch bevor. Ende September endet seine Trainee-Zeit. „Danach möchte ich gern im Bereich Personalentwicklung arbeiten“, sagt der 26-Jährige.

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