Freibad-Bilanz

Tages-Rekord: 3240 Gäste im Waldfreibad Gudenhagen

Da Waldfreibad Gudenhagen bietet ein großes Außengelände und hat in der Saison 2019 ingesamt 33.554 Besucher angelockt.

Da Waldfreibad Gudenhagen bietet ein großes Außengelände und hat in der Saison 2019 ingesamt 33.554 Besucher angelockt.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Altkreis.  Die Freibäder im Sauerland ziehen insgesamt eine positive Saisonbilanz - vor allem der Juni war super, der August dagegen nicht so toll.

So gut wie im Super-Sommer 2018 waren die heimischen Freibäder in diesem Jahr insgesamt zwar nicht besucht, aber auch für 2019 fällt die Freibad-Bilanz im Sauerland positiv aus. Vor allem der Juni bescherte viele warme, sonnige Freibad-Tage, während die Zahlen für August - trotz der Sommerferien - deutlich bescheidener ausfallen. In Gudenhagen gab es am 30. Juni aber sogar einen neuen Tages-Besucher-Rekordwert.

Waldfreibad Gudenhagen

Im Waldfreibad in Gudenhagen haben sich in diesem Sommer insgesamt 33.554 Besucher getummelt, teilt Clemens Mund vom Team Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Brilon mit. Auch wenn die Zahl 2018 mit 45.064 Besuchern deutlich höher gelegen habe, könne man mit dem Wetter und dem Saisonverlauf auch in diesem Jahr zufrieden sein - vor allem der Juni sei mit 14.732 Schwimmbad-Gästen ein sehr guter Monat gewesen. Am 30. Juni wurde dann sogar ein neuer Tagesbestwert erreicht: 3240 Gäste besuchten an diesem Tag das Waldfreibad. Bei einem solchen Andrang stoße man allerdings an die Kapazitätsgrenze. Normalerweise werden an guten Tagen, so Mund, durchschnittlich 2000 Besucher gezählt. Im Juli hüpften 11.001 Schwimmer ins Wasser, im August waren es 7.518.

Erfreulich sei, dass inzwischen auch viele Tagesausflügler zum Beispiel aus dem Raum Bielefeld oder auch aus dem Ruhrgebiet das Waldfreibad besuchen, so Clemens Mund. Er verrät, dass für nächstes Jahr einige neue Wasserspielgeräte für Kinder und Jugendliche angeschafft werden sollen. Gesamtkosten: Etwa 11.000 Euro. Finanziert werden sollen sie zu 80 Prozent aus Regionalbudgets der Leader-Förderung. Bewilligt seien, so Clemens Mund, rund 9000 Euro.

Das Badcelona Alme

Anziehungspunkt vor allem an den richtig heißen Tagen war auch in diesem Jahr wieder das Badcelona in Alme: Mit rund 12.500 Besucher blickt Rüdiger Sürig, Vorsitzender des Betreibervereins, zufrieden auf die Saison zurück. An richtig heißen Tagen wurden Spitzenwerte von 800 Besuchern erreicht. Doch vor allem im August gab es nicht immer ideales Freibadwetter. Deshalb war das Bad teilweise nur zu den Kernöffnungszeiten von 16 bis 19 Uhr geöffnet. „Wir haben 30 bis 40 Stammschwimmer. Die kommen immer, auch wenn die Sonne mal nicht scheint“, erzählt Rüdiger Sürig. Besonders gut angekommen sei die Beschattung des Kinderplanschbeckens und das Familienzelten mit insgesamt 80 Teilnehmern.

Freibad Siedlinghausen

„Obwohl das Wetter nicht so gut war wie im Vorjahr, haben wir fast so viele Besucher angelockt. Das hat uns gefreut und überrascht. Insgesamt sind wir zufrieden mit der Saison“, berichtet Bernd Loffing vom Bäderverein Siedlinghausen. Insgesamt kamen 10.362 Besucher, 2018 waren es rund 11.000. „Wir haben festgestellt, dass auch zahlreiche Urlauber unser Bad besucht haben. Vor allem Gäste aus den Niederlanden sind auch dann in unser Freibad gekommen, wenn das Wetter nicht so prickelnd war.“

Bereits jetzt sind einige Veränderungen geplant, verrät Bernd Loffing. Geplant ist eine Spiellandschaft, die wie in Brilon über Leader-Fördermittel finanziert werden soll. Dafür soll das Freibadgelände etwas vergrößert werden. Mit den Arbeiten soll jetzt zügig begonnen werden - zumal Becken und Gelände winterfest gemacht werden müssen. Bernd Loffing weist auch nochmal darauf hin, dass weiterhin Unterstützung bei der Schwimmaufsicht gesucht wird. Interessenten können sich bei Tanja Meister, 0151-16514483 melden.

Naturbad Hallenberg

Das Naturbad Hallenberg hat in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Aktionstag gefeiert. Auf der Internetseite ist nachzulesen, dass die Hallenberger mit der zum 1. September abgefalufenen Saison zufrieden sind. Dort heißt es: „Das Team rund um Schwimmmeister Oliver Kewald kann auf eine gelungene Saison bei Traumtemperaturen und viel Sonnenschein zurückblicken.“

Aqua Olsberg

Die Freibad-Saison im Aqua Olsberg ist - je nach Wetter - erst Ende des Monats beziehungsweise Anfang Oktober wirklich beendet. Aber das Wetter werde es wahrscheinlich nicht mehr möglich machen, das Freibad wie im Hochsommer zu nutzen, erklärt Betriebsleiter Johannes Butterweck auf Anfrage der WP. Ein Resümee zu ziehen, sei in diesem Jahr nicht möglich. Wie berichtet, mussten aufgrund von Personalmangel im Sommer die Öffnungszeiten Im Freibad und Freizeitbad eingeschränkt werden. „Geöffnet wurden beide Bereiche erst ab 14.30 Uhr. Dies hat natürlich an den heißen Sommertagen dazu geführt, dass viele Freibadbesucher auf andere Einrichtungen und Seen ausgewichen sind“, so Butterweck.

Seit dem 1. September ist das Bad wieder zu den kompletten gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten im Sommer, konnten die Inhaber der Familien-Freibad-Saison-Karte das Bad nicht im gewohnten Umfang nutzen. Deshalb wurde die Gültigkeit der Saison-Karte bis Ende Oktober zu verlängert. Auch wenn das Freibad dann geschlossen ist, behält die Karte ihre Gültigkeit für den im Paket enthaltenen und wetterunabhängigen Freizeitbadbereich.

Hillebachsee

„Die Saison war insgesamt sehr gut. Die überwiegend guten Wetterbedingungen haben viele Menschen an den Hillebachsee gelockt“, diese Sommerbilanz ziehen Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann und Ortsvorsteher Heinz Schmidt aus Niedersfeld. Vor allem die Akzeptanz in der näheren und weiteren Region (von Arnsberg bis über die nahe hessische Landesgrenze) sei sprunghaft gestiegen. Ihre Einschätzung: Der frühere „Geheimtipp Hillesee“ ist heute keiner mehr, sondern weit und breit bekannt.“

Winfried Borgmann freut sich: „Die Gäste unserer Ferienregion nehmen das Gesamtangebot ebenfalls sehr gut an und sind, wie auch die lokalen Gäste, begeistert über die vielfältigen Angebote am See. So stehen nicht nur Sonne und Baden ganz oben auf der Freizeitliste, sondern auch die Zahlreichen Sport- und Spielangebote.“

Ein Höhepunkt war auch das „Summerwave Festival“ am 10. August. Auch mit Blick auf diese Veranstaltung, fällt die Bilanz positiv aus: „Die Livekonzertveranstaltung ist bei Jung und Alt super angekommen und hat bei den Gästen, die im Alter von 2 bis 89 Jahren vertreten waren, Begeisterung ausgelöst. Lokale und regionale junge Musiker, insgesamt fünf Bands, haben ein tolles Programm mit Rahmenangeboten (Workshop Yoga und Skating) auf die Beine gestellt und haben neben dem Organisationstalent bewiesen, dass ein solches Festival keine Frage des Alters ist.“

Der wetterbedingt und zeitweise große Ansturm auf den Hillebachsee brachte, so Winfried Borgmann, auch immer wieder mal die Frage nach ausreichenden sanitären Anlagen auf. Deshalb werde die Stadt Winterberg als Betreiberin bis zur nächsten Saison eine bessere Lösung erarbeiten.

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