Mountainbike

Titmaringhausen lädt zum 3-Täler-Marathon mit Mountainbike

Bereits zum zehnten Mal werden am 21. und 22. 9. Sportler aus ganz Europa erwartet, die sich verschiedene  Strecken von 26 km bis zu 86 km mit 666 bis über 2100 Höhenmetern beim MTB- 3-Täler Marathon vorgenommen haben.

Bereits zum zehnten Mal werden am 21. und 22. 9. Sportler aus ganz Europa erwartet, die sich verschiedene  Strecken von 26 km bis zu 86 km mit 666 bis über 2100 Höhenmetern beim MTB- 3-Täler Marathon vorgenommen haben.

Foto: Birgit Göbel

Titmaringhausen.  Zum zehnten Mal findet in Titmaringhausen das Event für Mountainbiker statt, das Sportler aus ganz Europa anlockt. Diesmal gibt es eine Neuerung.

Im September dreht sich in Titmaringhausen wieder alles rund ums Mountainbike. In diesem Jahr gibt es sogar ein kleines Jubiläum zu feiern, denn bereits zum zehnten Mal werden am 21. und 22. September rund 300 Sportler aus ganz Europa erwartet, die sich verschiedene Strecken von 26 km bis zu 86 km mit 666 bis über 2100 Höhenmetern beim MTB- 3-Täler Marathon vorgenommen haben. Bereits zum achten Mal in Folge werden zudem ein Rennen des Nutrixxion Cups der NRW Trophy und die Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgetragen. Außerdem findet zum zweiten Mal ein Rennen der hessischen Meisterschaft statt. Dieses Jahr wird es erstmals eine U15- und eine Familienrunde über 26 Kilometer geben.

Durchgeführt wird die Veranstaltung vom Sportverein Rot-Weiß Titmaringhausen (NRW) mit dem RadWerk Upland e.V. aus Hessen. Der Radsportclub wurde im Jahr 2010 von Johannes Frese, einem gebürtigen Titmaringhäuser, mit einigen Radsportbegeisterten aus dem benachbarten Upland gegründet. Heute wird der Verein durch die beiden Vorsitzenden Marion Pollack und Robin Frese (Sohn von Johannes Frese) gemeinsam mit Rüdiger Uhr, Bettina Dersch und Martin Hantke geführt.

Vorbereitung dauert ein Jahr

Im Vorfeld zu so einem großen Bike-Event ist eine riesige Vorbereitung notwendig, die schon am Abend des Wettkampfes für das nächste Jahr beginnt. Noch am Turnierabend wird über eventuelle Streckenänderungen fürs nächste Jahr diskutiert. Es gilt Sponsoren zu finden und die Ausschreibungen zu tätigen, außerdem wird Kontakt mit dem „Time and Voice-Team“ aufgenommen, das für die professionelle Zeitmessung verantwortlich ist. „In den ersten Jahren haben wir noch mit Hand-Stoppuhren gearbeitet und zur Sicherheit alles gefilmt. Ein Riesen-Personalaufwand, der nie so genau und einfach wie die computergesteuerte Zeitmessung ist“ erzählt das Vorstandsteam. Auch die Bergwacht muss für das Wochenende gebucht werden, um bei möglichen Unfällen sofort fachmännische Hilfe zu leisten.

Es gilt Einsatzpläne für rund 120 Helfer zu erstellen, die Strecke freizuschneiden und mit Flatterband, Prallmatten und Strohballen zu präparieren. Neben unzähligen weiteren Details werden auch Duschzelte für die Sportler und Waschstraßen für die Räder aufgebaut.

Viele Arbeiten vor dem ersten Startschuss

Zwei Tage vor dem Rennen wird die Strecke beschildert. Es müssen ungefähr 250 Hinweisschilder und acht Kilometer Flatterband angebracht werden. Mit Farbsprühdosen und Kreide werden die Wege markiert. Außerdem werden die Verpflegungsstationen und Parkflächen eingerichtet.

Am Morgen vor dem Start wimmelt es in der Titmaringhäuser Schützenhalle vor Helfern - fast das ganze 180-Seelen-Dorf ist auf den Beinen: Die Startnummernausgabe, Nachmeldungen einiger Fahrer und das Frühstück mit den eigens kreierten Marathon-Brötchen müssen organisiert werden.

AC/DC und Böllerrätze

Dann wird es endlich 10 Uhr: DJ Thomas Beck lässt das unverwechselbare AC/DC-Intro von Hells Bells durch die Boxen dröhnen. Das hat schon Gänsehautatmosphäre, wenn Hunderte Sportler und Helfer mucksmäuschenstill der wummernden Glocke in dem engen Tal lauschen.

Danach schicken die Böllerrätze aus Hesborn die Sportler mit einem ohrenbetäubenden Knall auf die Strecke.

Einzigartige Rennpisten

Das Besondere am 3-Täler-Marathon in Titmaringhausen ist die einzigartige Rennpiste, die fast nur aus naturbelassenen Wegen und Furten besteht. Vielversprechende Namen wie “Hollas Klamm“, “Tepels hohle Gasse“ oder “Bobbahn“ garantieren eine abwechslungsreiche Streckenführung mit steilen Bergen, Wildwasserquerungen, viel Wald und Natur und fantastischen Ausblicken.

Und damit niemand unterwegs liegen bleibt, fährt auch in diesem Jahr Norbert Schmidt wieder unverkennbar mit seinem Besen auf dem Rücken hinter dem letzten Sportler her, um sicherzustellen, dass er sicher ins Ziel kommt.

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