Karneval

Arnsberg hat ‘nen „Kantenkopp“

Spaß ist Trumpf, das braucht ein echter Arnsberger „Kantenkopp“.

Spaß ist Trumpf, das braucht ein echter Arnsberger „Kantenkopp“.

Foto: WP Ted Jones

Arnsberg.   Was die Mainzer Karnevalisten mit ihren berühmten „Schwellköppen“ als tolle Tupfer in ihrem Narrenzug können, das haben die Aktiven der „Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft“ locker im Griff. Nur „schwillt“ hier niemandem der Kamm, sondern in der Werkstatt von Arno Mester entstehen „Arnsberger Kantenköppe“. Weil eben der Sauerländer Ecken und Kanten hat.

„Solche Köpfe sind ja kein Privileg der großen Züge,“ findet KLAKAG-Vizekanzler Hans Rath. Und so hat er noch in seiner Zeit als Kanzler den Vorschlag unterbreitet, den „Lindwurm der Freude“ um diese sehenswerten - und vor allem nicht zu übersehenden - „Tupfer“ zu ergänzen.

Premiere im Jubiläumsjahr

Und weil Hans Rath eben Hans Rath ist und alles, was er in die Hand nimmt, zum erfolgreichen Ende führt, kümmerte sich der „Käse-Prinz“ a.D. um einen Sponsoren und holte mit Arno Mester und Petra Kaiser zwei renommierte Künstler mit ins Boot. Mester war es dann, der den Begriff „Kantenköppe“ kreierte, sind doch die „Schweller“ den Mainzern vorbehalten. Und, Hand aufs Herz, wer will schon eine Kopie, wenn das Arnsberger Original viel besser ist.

Der erste Kantenkopp - in dessen Bau auch der Rat Jac Millys (Düsseldorf) einfloss, einer der größten deutschen Wagenbaukünstler - feierte bei der Prinzenproklamation im vergangenen Jubiläumsjahr der Arnsberger Karnevalisten erfolgreiche Premiere, als er im Rahmen der Prinzenproklamation im Sauerland-Theater von Kanzler Peter Hoffmann der begeisterten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „Da stand für uns fest: Drei weitere Köppe müssen her“, blickt Hans Rath zurück.

Muntere Truppe

Zügig machten sich daher Kanzler, Vizekanzler und Sitzungspräsident Lars Meißner daran, eine Truppe für den Köppe-Bau zu rekrutieren. Die war schnell gefunden: Prinzen, Tollituten, Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Garden kamen regelmäßig in Arno Mesters Werkstatt zusammen, um gemeinsam mit Mester und Petra Kaiser zu formen, zu färben und dabei noch viel zu lachen. Denn ein echter Arnsberger Kantenkopp gelingt nur, wenn er mit Herzblut und Freude geschaffen wird.

Das Ergebnis: drei fantastische Exemplare, die sich Karnevalssonntag dem großen Publikum präsentieren werden. Mit einer Einschränkung: Einige der Köppe lassen sich bereits am heutigen Dienstag beim Ball der Generationen in Hüsten blicken. Als nette Geste an die älteren Bürger der Stadt.

So hat der Mainzer Karneval seinen „Schwellkopp“, der Kölner „ne Knallkopp“ und der Arnsberger das Original - den „Kantenkopp“.

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