Sorgen um die Einkaufsstadt

Pflegeschul-Wegzug: CDU fürchtet Frequenzverlust in Neheim

Ehemalige Realschule Neheim in der Goethestraße: Die Pflegeschule des Klinikums

Ehemalige Realschule Neheim in der Goethestraße: Die Pflegeschule des Klinikums

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Neheim.  CDU Neheim kann Klinikum-Pläne für Pflegeschul-Wegzug nach Hüsten nachvollziehen, fürchtet aber Verlust eines Frequenzbringers für Innenstadt.

Die CDU Neheim hat in einer Vorstandssitzung über die Auswirkungen für die Neheimer Innenstadt nach der Entscheidung des Klinikum Hochsauerlands und der Stadtverwaltung beim Umzug der Pflegeschule aus Neheim zur Petrischule nach Hüsten beraten. CDU Vorsitzender Marcel Kaiser: „Die Argumente für den Umzug der Pflegeschule nach Hüsten können wir nachvollziehen. Auch ein Neubau einer dringend benötigten zentralen Hauptschule in Hüsten begrüßen wir für die Gesamtstadt ausdrücklich. Allerdings machen wir uns als CDU Neheim große Sorgen über den erneuten Weggang von Frequenz aus der Neheimer Innerstadt und über die Nachnutzung des Gebäudes“. Wir haben ein sehr sensibles Gebilde einer gut funktionierenden Innenstadt. Gerade durch Corona ist dieses Gebilde bereits gefährdet. Deshalb muss alles dafür getan werden, um den Handel und die Attraktivität der Neheimer Innenstadt zu stärken.“

Klarheit über Nachnutzung

Für etwa drei Jahre soll die ehemalige Realschule noch als Standort für die Pflegeschule und als Ausweichstelle für die Rathausmitarbeiter genutzt werden. Die CDU möchte über die Nachnutzung frühzeitig Klarheit haben. Aus diesem Grund hat die CDU Neheim dem städtischen Planungsdezernat einen Forderungskatalog mit folgendem Inhalten vorgelegt: Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes für die alte Realschule gegebenfalls mit Unterstützung eines Architektenwettbewerbs; Schnellstmögliche Umsetzung des Neubaus Busbahnhof mit Aufstiegshilfe zum Marktplatz; Attraktivitätssteigerung des Neheimer Marktplatzes unter Berücksichtigung der Nutzungen (Wochenmarkt, Volksfeste, etc.); Schaffung eines integrativen Mobilitätskonzeptes für ÖPNV, Fahrrad- und PKW Verkehr inklusive zusätzlichem Parkraum zur Entlastung der Anwohner; zügige Planung des neuen Grundschulzentrums.

Situation als Chance erkennen

Klaus Humpe, Vorsitzender des Bezirksausschusses Neheim: „Wir müssen die Situation als Chance erkennen und ein visionäres Nachnutzungskonzeptes für die alte Realschule entwickeln. Uns ist es wichtig, dass eine qualitätsvolle Nutzung des großen repräsentativen Gebäudes an der Goethestraße entsteht. Daneben muss klar sein, dass wir bei der Stadtplanung Neheim nicht vergessen und zusätzliche Frequenz für die Innenstadt generieren. Unser Ziel ist es, dass Neheim Einkaufsstadt und Anziehungspunkt für Menschen in der Region bleibt.“

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