Prozessauftakt

46-Jähriger wegen Gewalttat vor Gericht: Opfer ist blind

Der Eingangsbereich des Justizzentrums Bochum.

Der Eingangsbereich des Justizzentrums Bochum.

Foto: Bernd Thissen

Bochum.   Ein Mann (46) soll einen Bekannten (30) in Wattenscheid so heftig misshandelt haben, dass er jetzt blind ist. Am Montag begann der Prozess.

Die Folgen dieser brutalen Attacke in Wattenscheid sind katastrophal. Das 30-jährige Opfer ist laut Anklage auf beiden Augen erblindet. Es kann nur noch hell und dunkel unterscheiden. Außerdem sind sein Gesicht und Hals von zahlreichen Narben gezeichnet. Der Mann (46), der ihm das angetan haben soll, steht seit Montag wegen versuchten Totschlags vor Gericht.

Der Gewaltausbruch ereignete sich am 4. September um 8 Uhr in einer städtischen Unterkunft für ehemalige Obdachlose im Wattenscheider Westen. Der Angeklagte soll vor seiner Wohnung im Hausflur den 30-Jährigen mit Faustschlägen zu Boden gebracht, dessen Kopf gegen Fliesen geschlagen und mit einem Messer in sein Gesicht, seinen Hals und Nacken gestochen haben.

Angeklagter ist einschlägig vorbestraft

Das Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht, zudem wurde sein Rückenmark teilweise durchtrennt. Zuvor soll er Streit um laute Musik und eine Bedrohung durch das spätere Opfer gegeben haben.

Der Angeklagte ist wegen einer sehr ähnlichen Tat vor zehn Jahren einschlägig vorbestraft. Laut Anklage soll er nun auch wegen psychotischen Störung unbefristet in eine geschlossene Psychiatrie. Vor Gericht gab er nur Messerstiche zu: Der andere habe ihn zuvor bedroht. Ein Urteil folgt wohl am 30. Januar.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben