Szene

Bochum: Bermuda-Club Rotunde führt den Mummenschanz fort

Auch Waldfeen feierten mit, als 2019 in der Rotunde der Mummenschanz über die Bühne ging. Fortsetzung folgt am 22. Februar – dann erstmals unter der Regie des Bermuda-Clubs.

Auch Waldfeen feierten mit, als 2019 in der Rotunde der Mummenschanz über die Bühne ging. Fortsetzung folgt am 22. Februar – dann erstmals unter der Regie des Bermuda-Clubs.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der Mummenschanz in Bochum lebt fort. Zwar steigt der langjährige Veranstalter Michael Retter aus. Doch der Bermuda-Club Rotunde führt nun Regie.

Michael Retter steigt aus. Doch der Mummenschanz ist gerettet. Bochums größte und traditionsreichste Karnevalsparty wird fortan von der Rotunde veranstaltet. Bei der Neuauflage am Samstag, 22. Februar, führt der Szene-Treff im Bermudadreieck erstmals Regie.

Wechselvolle Jahre liegen hinter dem Kostümball, der fast zwei Jahrzehnte im Kunstmuseum an der Kortumstraße eine ideale Heimstatt hatte. 2017 die Zäsur. Wegen des Umbaus fiel das Museum als Veranstaltungsort aus. Dem Mummenschanz drohte das Ende. Erst kurz vor Toresschluss gelang es dem langjährigen Organisator Michael Retter, mit der Stadtpark-Gastronomie ein Ausweichquartier zu finden.

Mummenschanz in Bochum: Michael Retter nimmt Abschied

Der Stadtpark blieb eine einmalige Episode. Erneut war das Aus in Sicht. Erneut konnte der Abgesang abgewendet werden. Die Rotunde, im Jahr zuvor von Bermuda-Patron Leo Bauer nach langem Umbau neu an den Start gebracht, sprang ein. Ein Volltreffer. Sowohl 2018 als auch 2019 vergnügten sich mehr als 600 Besucher im alten Katholikentagsbahnhof. Der bringt die wichtigste Voraussetzung für den Mummenschanz mit: zwei getrennte Säle, in denen Live-Bands in die Saiten greifen können. Genau das ist das Markenzeichen der Karnevalsfete der anderen Art: Die Mucke abseits von närrischem Humtata und Tätärä ist handgemacht – ebenso wie die meisten Kostüme, in denen die Gäste beim Schaulaufen und Tanzen glänzen.

Der Mummenschanz hat eine neue Heimat gefunden. Michael Retter sagt ade. „Nach einer halben Ewigkeit habe ich mich entschlossen, die Party in die Hände von Sven Nowoczyn von der Rotunde zu legen“, bestätigt der Chef einer Bochumer Werbeagentur auf WAZ-Anfrage. Die Rotunde werde den Mummenschanz „mit dem selben Spirit fortführen, wie ich es so lange gemacht habe. Da fällt mir der Abschied leicht, da ich alles in guten Händen weiß“, so Retter, der auch lange Jahre das „Open-Flair“-Festival der Sparkasse betreute und Erfinder der Auto-Messe in der Innenstadt ist.

Zwei Live-Bands am 22. Februar am Start

Der dritte Mummenschanz am Konrad-Adenauer-Platz beginnt am Karnevalssamstag um 20.30 Uhr (Einlass 20 Uhr). Die Live-Bands „Boppin’ B“ und „Phonk!“ heizen mit Rock, Pop und Soul ein. Danach legen die DJs Maicel und NDS bis 3.30 Uhr auf. Die Eintrittspreise wurden gesenkt. Im Vorverkauf in der Rotunde, bei ELPI und BO-Marketing kosten die Karten 20 Euro, an der Abendkasse 25 Euro. Alle Infos auf

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