Halloween

Dickster Kürbis aus Wattenscheider Ernte wiegt 20 Kilogramm

Bettina Westerhoff bietet eine große Kürbis-Auswahl aus eigener Ernte.

Bettina Westerhoff bietet eine große Kürbis-Auswahl aus eigener Ernte.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Westenfeld.  An Auswahl mangelt es in Westerhoffs Bauernladen an der Westenfelder Straße 155 nicht: Speisekürbisse und ausgefallenere Exemplare gibt es hier.

Sie schneiden schaurig-schöne Grimassen. Manche sind schlank und länglich, andere rund und pfundig. Dann wieder geht’s in Topf, Pfanne oder Backofen. Mal püriert, mal scharf angebraten. Ihre Kerne sind als gerösteter Snack beliebt und können, übt man ausreichend Druck aus, ihren Zustand von getrocknet zu ölig wechseln.

Hochzeit für Kürbisse herrscht vor allem in der Zeit vor Halloween. Wachstum abgeschlossen, Ernte größtenteils eingefahren heißt es bei den Landwirten Bettina und Ernst-Wilhelm Westerhoff. Dort gibt’s Kürbisse in vielen Formen und Farben aus eigenem Anbau.

Der Halloween-Klassiker

Bis Halloween (31. Oktober) ist die Nachfrage an Zierkürbissen und den großen Vertretern der Gattung hoch, erzählt Landwirtin Bettina Westerhoff: „Danach ist gefühlt Weihnachten und die Zeit für diese Sorten eigentlich vorbei.“ Einem ist’s egal. Der Hokkaido war, ist und bleibt der Star unter den Gewächsen.

Das typische Orange der essbaren Schale und des Fruchtfleisches bringt Kunden noch bis Februar oder März auf den Geschmack. Kein Problem, wie die Landwirtin sagt: „Generell halten sich die Kürbisse einen gewissen Zeitraum. Natürlich steigt mit den Wochen und Monaten die Auswahlquote langsam.“

Pfundskerle als Fotomotiv beliebt

Einige Kürbisse sind gar noch auf dem Feld, erzählt Ernst-Wilhelm Westerhoff mit Blick auf die reiche Ernte und die vollen Körbe im Hofladen. Vor allem die großen Exemplare, aufgebahrt auf einer rustikalen Holzpyramide im Freien, sind nicht nur zum Schnitzen, Aushöhlen und Kochen beliebt – sondern bei Kunden auch als Fotomotiv. Bis zu 20 Kilogramm bringen die schwersten Speisekürbisse auf die Waage: „Das ist kein Problem. Danach wird es dann aber langsam unhandlich“, fährt der Landwirt fort.

Nicht nur für die Abnehmer. Auch die Landwirte kämen bei rekordverdächtigen Brocken ins Schwitzen: Geerntet und gesät wird per Hand, nicht mechanisch. Als Dünger wird nur Stallmist verwendet, die Ware bleibt naturbelassen, die Saat wird „ganz normal in Reihen auf dem glatten Feld angepflanzt“.

Hagelschlag und Dürre waren problematisch

Mit der eingefahrenen Menge sind Westerhoffs zwar zufrieden. Problematisch war das Kürbisjahr aber erneut, erzählen sie: „Im Sommer hatten wir Hagelschlag, der den jungen Kürbissen Wunden zugefügt hat. Diese verschließen sich beim Wachstum wieder, bilden aber eine sichtbare Kruste, was einige Kunden stört.“ Eine rein optische Geschichte. Qualität und Geschmack bleiben unbeeinflusst. Und auch die Dürre machte Pflanzen und Landwirten erneut zu schaffen: „Die jungen Pflanzen haben uns das Umpotten übelgenommen.

Der Boden war viel zu trocken, im Frühjahr herrschte Wassermangel.“ Statt Regen mussten Westerhoffs die eigenen Hähne aufdrehen und nachwässern: „Da dreht sich natürlich auch der Wasserzähler mit.“

Trends bei Zierkürbissen wechseln

Die Nachfrage aber bestätigt die zusätzlichen Kosten und Anstrengungen. Einige Zierkürbis-Sorten sind bereits ausverkauft. Bleibt der Hokkaido eine sichere Bank, wenn’s um Kochen geht, wechseln die Trends bei den Zierkürbissen fast jährlich. Bettina Westerhoff: „Mal sind vor allem weiße gefragt, dann wieder grüne Kürbisse. Bei der Bestellung werten wir immer wieder neu aus und versuchen, eine gute Mischung anbieten zu können.“

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