Wechsel in der Stadtspitze

48 Jahre bei der Stadt Bottrop: Jetzt geht Willi Loeven

Ein steter Streiter für die Stärkung der Kommunalfinanzen: Stadtkämmerer Willi Loeven geht in den Ruhestand.

Ein steter Streiter für die Stärkung der Kommunalfinanzen: Stadtkämmerer Willi Loeven geht in den Ruhestand.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Stadtkämmerer Willi Loeven geht im März in den Ruhestand. Seinem Nachfolger hinterlässt er keinen sanierten, aber einen ausgeglichenen Haushalt .

Ein Jahr vor Erreichen seiner Pensionsgrenze wird Stadtkämmerer Willi Loeven in den Ruhestand gehen. Er scheidet nach 48 Dienstjahren bei der Stadt Ende März aus, um seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger die größtmögliche Zeit zur Einarbeitung zu geben.

Der Rat der Stadt wird im Herbst einen Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 21 verabschieden. Damit hätte Loevens Nachfolger/in ein Jahr Zeit, um sich auf die Einbringung seines oder ihres ersten eigenen Haushalts vorzubereiten.

Seit 1971 bei der Stadt Bottrop

Das SPD-Mitglied Willi Loeven hat von der Pike auf bei der Stadtverwaltung gelernt. 1971 begann er seine Ausbildung und qualifizierte sich für den gehobenen Verwaltungsdienst. Loeven arbeitete erst im Jugendamt, dann im Personalamt. Seit 1996 kümmert er sich in verschiedenen Funktionen vorrangig um die Finanzen. Er war Controller und stellvertretender Leiters der Kämmerei. Vor seiner Ernennung zum Beigeordneten leitete Loeven den Fachbereich Zentrale Gebäudewirtschaft. Am 1. Mai 2009 übernahm er das Amt des Kämmerers und wurde 2016 mit einer großen Mehrheit für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Die Wahlzeit des Bottroper Kämmerers beträgt acht Jahre.

Kampf gegen die Altschulden

Willi Loeven startete in seinem Amtszeit als Kämmerer mit einem Haushalt, den der Regierungspräsident nur „mit Sorge um die Verschuldung der Stadt“ genehmigt hatte. Diese Sorge war berechtigt, wie sich in den Folgejahren zeigte. Deshalb engagieren sich Loeven und Oberbürgermeister Bernd Tischler seit Jahren im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“. Zentrale Forderung: Mit Tilgungshilfen von Bund und Land sollen die Kommunen ihre Altschulden abbauen können. Bottrop hat aus eigener Kraft die so genannten Kassenkredite von 227 Millionen Euro vom Jahr 2015 auf 180 Millionen Euro abbauen könne. 2021 endet auch die Bindung der Stadt an die finanziellen Auflagen des so genannten „Stärkungspaktes“.

Neben dem Fachbereich Finanzen führt Loeven bei der Stadt auch die Ressorts Kultur und Soziales mit den Dienststellen Amt für Informationsverarbeitung, Kulturamt, Volkshochschule, Museum Quadrat, Sozialamt und Gesundheitsamt.

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