Unternehmenskultur

Arbeitsagentur bietet Problemlösung zur Kinderbetreuung an

Arbeitsagentur-Chef Marcus Kowalczyk und Gleichstellungsbeauftragte Eleonore von Frankenberg-Eicher bieten die „KidsBox“ an, ein mobiles Kinderzimmer für Mitarbeiter, die ein Betreuungsproblem mit ihren Kindern haben. 

Arbeitsagentur-Chef Marcus Kowalczyk und Gleichstellungsbeauftragte Eleonore von Frankenberg-Eicher bieten die „KidsBox“ an, ein mobiles Kinderzimmer für Mitarbeiter, die ein Betreuungsproblem mit ihren Kindern haben. 

Foto: Irina Löchte

Bottrop.  Was tun, wenn Mitarbeiter ein Betreuungsproblem mit Kindern haben? Die Agentur stellt die KidsBox auf. Ähnliches empfiehlt sie Bottroper Firmen.

Eltern haben die Betreuung ihrer Kinder in aller Regel im Griff. Dennoch werden sie immer wieder von Betreuungsengpässen überrascht. Vor allem bei den Berufstätigen ist dann Organisationstalent gefragt. Gut dran sind Arbeitnehmer, die in solchen Notfällen auf Unterstützungsangebote ihrer Betriebe zugreifen können.

Die Agentur für Arbeit wirbt bei den örtlichen Unternehmen dafür, solche Betreuungsangebote einzurichten. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran. In der für Bottrop zuständigen Agentur für Arbeit Gelsenkirchen gibt es die „KidsBox“. Das ist ein mobiles Kinderzimmer mit vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten und einem geschützten Schlaf- und Wickelplatz für Babys und Kinder bis ins Grundschulalter.

Eine Mutter nutzt das Angebot und macht sofort gute Erfahrungen

Seit Mai besteht diese Art der Notfallbetreuung. Lea Stegemann, Mutter einer fünfjährigen Tochter, hat sie als eine der ersten genutzt. „Ich war von der schnellen und unkomplizierten Abwicklung begeistert. Es dauerte keine Minuten, da saß meine Tochter bereits am Schreibtisch und malte. Fünf Stunden Arbeit waren somit kein Problem. Sie hatte Spaß, war beschäftigt, und ich konnte arbeiten“, so Lea Stegemann, die als Mitarbeiterin im Bereich Personal bei der Agentur für Arbeit beschäftigt ist.

Allerdings, ohne die Werbung am Schwarzen Brett hätte sie wohl nicht den Mut gehabt, überhaupt zu fragen, ob die Tochter mit zur Arbeit darf. „Deshalb möchte ich meine positive Erfahrung teilen und andere Eltern dazu ermutigen, sich aktiv bei ihrem Arbeitgeber nach Unterstützungsmöglichkeiten für solche Notfälle zu erkundigen.“

In Zeiten des Fachkräftemangels eine zusätzliche Attraktivität

Eleonore von Frankenberg-Eicher, Gleichstellungsbeauftragte in der Agentur für Arbeit, hält die familienfreundliche Gestaltung von Arbeitsplätzen in Zeiten des Fachkräftemangels und bei der Suche nach den besten Arbeitskräften für dringend geboten. Außerdem gehöre es zur Fürsorgepflicht eines Arbeitgebers, flexible Möglichkeiten zu schaffen und darüber auch zu informieren. „Wir jedenfalls setzen uns dafür ein, dass unsere Kolleginnen und Kollegen Zugang zu Möglichkeiten wie der KidsBox erhalten und diese auch nachhaltig nutzen“, sagt sie.

Die Arbeitgeber profitieren von Betreuungsalternativen

Nicht nur für die eigene Belegschaft seien Betreuungsalternativen wie die KidsBox ein großer Gewinn. „Auch wir als Arbeitgeber profitieren, wenn sich Ausfallzeiten verringern und unsere Fachkräfte motivierter und ausgeglichener sind, weil wir auf ihre familiären Bedürfnisse eingehen. Eine Win-Win-Situation – in diesem Fall sogar mit besonders großem Spaßfaktor“, meint Marcus Kowalczyk, Chef der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen.

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