Soziales

Bottrop: Diakonie hilft Josi (12) mit rollstuhlgerechtem Pkw

Josi mit Arnd Schreiner (Geschäftsbereichsleiter der Diakonie-Werkstätten, re.) und dem Fahrer der Diakonie in dem Wagen, den Familie Visser nun leihweise nutzen kann.

Josi mit Arnd Schreiner (Geschäftsbereichsleiter der Diakonie-Werkstätten, re.) und dem Fahrer der Diakonie in dem Wagen, den Familie Visser nun leihweise nutzen kann.

Foto: Annika Visser

Bottrop.  Ein Fahrzeug der Bottroper Werkstätten dürfen Josi und ihre Familie leihweise nutzen. Das Mädchen mit dem schwachen Herzen genießt die Fahrten

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Josis Herz ist schwach, die Zwölfjährige hat aufgehört zu laufen und braucht einen Rollstuhl. Ehrenamtliche haben über Facebook eine Spendenaktion für die Familie auf die Beine gestellt, um die Anschaffung eines Autos mit Rampe zu unterstützen. Nun gibt es schon einmal eine Zwischenlösung.

Nach dem WAZ-Bericht über die Aktion hat sich die Diakonie gemeldet und Familie Visser ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug leih- und übergangsweise zur Verfügung gestellt. Arnd Schreiner, Geschäftsbereichsleiter der Bottroper Werkstätten, wollte Josi, die mit einem Chromosomenfehler zur Welt gekommen ist, gleich helfen.

Unterstützung für die Bottroper Familie

Er erzählt, wofür dieses Fahrzeug bei der Diakonie normalerweise eingesetzt wird: „Wir haben einen Fachdienst für berufliche Inklusion, der Menschen aus unseren Werkstätten in den allgemeinen Arbeitsmarkt bringt. Da ist auch mal ein Rollstuhlfahrer dabei, der dann von der Werkstatt in einen Praktikumsbetrieb gebracht wird.“ Da dies aber nicht täglich der Fall sei, „lässt sich das anders organisieren für die Zeit, in der man der Familie die Unterstützung gibt.“ Diese Übergangszeit würde spätestens dann enden, wenn Familie Visser ein festes eigenes behindertengerechtes Fahrzeug hat.

Josis Mutter Annika Visser kann ihre Dankbarkeit kaum in Worte fassen. „Das ist wirklich toll. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet“, sagt die Grafenwälderin. „Und es ist so einfach, denn Rollstuhl ins Auto hinein und wieder hinaus zu bekommen.“ Die ersten Strecken haben sie mit dem Fahrzeug schon gemacht. „Josi findet es cool“, erzählt Annika Visser. „Am Morgen, nachdem uns der Wagen übergeben worden ist, hat sie direkt signalisiert, dass sie wieder Autofahren will.“ Spontane Einkäufe und ein Ausflug zum Kaisergarten wurden schon unternommen.

Der Spendenaufruf läuft noch weiter

Arnd Schreiner kann sich vorstellen, die Familie auch noch auf anderem Weg zu unterstützen – nämlich über die Aktion „Spenden statt Böllern“ im integrativen Cap-Markt der Diakonie in Grafenwald. Dort, wo Familie Visser auch so oft einkauft.

Der WAZ-Bericht habe auch noch Weiteres in Gang gesetzt, berichtet Annika Visser. So habe sich zum Beispiel die örtliche Caritas bei ihr gemeldet. Auf der Facebook-Fanseite „We love Bottrop“ läuft zudem weiterhin der ursprüngliche Spendenaufruf mit Nennung des Spendenkontos.

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