Trotz Schließungsabsicht

Bottroper AfA: Benteler will jetzt Mehrarbeit beantragen

Das Stahlrohrwerk Benteler in Bottrop soll 2022 geschlossen werden.

Das Stahlrohrwerk Benteler in Bottrop soll 2022 geschlossen werden.

Foto: AfA

Bottrop.  Für eine Zumutung hält es die Bottroper SPD-Arbeitnehmer-Organisation AfA, wenn Benteler für sein örtliches Stahlrohrwerk Mehrarbeit beantragt.

Nach Informationen der Bottroper SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) beabsichtigt die Benteler-Konzernleitung, in diesem Jahr für das örtliche Stahlrohrwerk Mehrarbeit auch an Sonntagen zu beantragen. Das Werk soll 2022 geschlossen werden. Aus Sicht der AfA-Mitglieder ist das Vorgehen eine Zumutung, „die nur dazu dienen soll, dass die Bottroper Beschäftigten von Benteler nun auch noch dafür sorgen sollen, dass ihre Arbeitsplätze möglichst geräuschlos verschwinden“.

AfA fordert zum Überdenken der Pläne auf

Die Sozialdemokraten kritisieren auch den Umgang mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern bei Bekanntwerden der Schließungspläne. So habe die Konzernleitung den Betriebsrat erst wenige Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe über ihre Pläne informiert. AfA-Vorsitzender Hans Bortz: „Ein fairer Umgang mit der Belegschaft sieht anders aus. Wir fordern die Verantwortlichen auf, ihre Pläne zu überdenken!“

Unternehmen sollte Millionen in den Standort investieren

In der Vergangenheit hätten die Mitarbeiter große Opfer geleistet, um das Überleben ihres Standorts zu sichern. Unter anderem hatte die 255-köpfige Belegschaft in einem Ergänzungstarifvertrag auf Gehaltszuwachs verzichtet. Im Gegenzug sollte das Unternehmen Millionen in den Standort investieren.

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