Fridays for Future

Bottroper Grüne fordern Ein-Euro-Tickets bei Klimastreiks

Öffentlicher Personennahverkehr dient dem Klimaschutz, betonten die Grünen. Hier hält der HRW-Bus vor der Hochschule Ruhr West in Bottrop.

Öffentlicher Personennahverkehr dient dem Klimaschutz, betonten die Grünen. Hier hält der HRW-Bus vor der Hochschule Ruhr West in Bottrop.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Ohne Nahverkehr seien die Klimaziele kaum zu erreichen, finden Bottrops Grüne. Ein Ein-Euro-Ticket an Klimastreiktagen wäre da ein starkes Signal.

Die Bottroper Grünen rufen die Vestische dazu auf, an Klimastreiktagen der Fridays-for-Future-Bewegung Bustickets zum symbolischen Preis von einem Euro anzubieten. „Fridays-for-Future-Teilnehmern wird das in Bottrop eine klimafreundlichere Anreise ermöglichen. Es wird zudem die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs als entscheidendes Mittel für die Erreichung der Klimaschutzziele hervorgehoben“, wandten sich die Grünen in einem Offenen Brief an Geschäftsführer Martin Schmidt. Unterzeichnet haben den Brief die Grünen-Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda und der verkehrspolitische Grünen-Sprecher Roger Köllner.

Die Klimaaktivisten von Fridays for Future rufen am Freitag, 20. September, zum nächsten Klimastreik auf. Zahlreiche Verbände, Vereine, Gewerkschaften und Parteien unterstützen diesen Streik. Auch in bottrop und im Umkreis der Stadt soll es Veranstaltungen geben. „Busfahren muss billiger, attraktiver und besser getaktet werden“, fordert Andrea Swoboda. Es wäre von der Vestischen daher ein sehr starkes Signal, wenn das Ticket an dem Klimaaktionstag für einen Euro angeboten würde. Der Verkehrsausschuss des Bottroper Stadtrates hatten den Vorstoß der Grünen zwar abgelehnt, weil Ein-Euro-Tickets bis zum nächsten Klimastreiktag technisch nicht rechtzeitig einführbar seien.

ÖPNV als entscheidendes Instrument zur Erreichung der Klimaziele

Die Grünen halten aber an ihrer Idee fest. „Auch wenn das bis zum 20. September nicht greift, der nächste Klimastreiktag kommt auf jeden Fall“, meint Ratsfrau Andrea Swoboda. Busse und Bahnen seien das klimafreundliche Verkehrsmittel für Menschen, um zu diesen Fridays-for-Future-Veranstaltungen zu kommen. „Darüber hinaus ist der ÖPNV im Verkehrssektor das entscheidende Instrument zur Erreichung der Klimaziele“, betonte Andrea Swoboda. Dazu müssen die Regierungen aber massiv Finanzmittel für den ÖPNV bereit stellen, damit der ÖPNV in ein noch attraktiveres und leistungsfähigeres Angebot ausgebaut werden könne. Ein Weiter so in der Ticketpreis-Struktur ist fatal für den Mobilitätswandel.

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