Freizeit

Bottroper Jugendliche planen mit an ihrer eigenen Bike-Piste

Die mobile Bahn, die derzeit im Park aufgebaut ist, wird von den Jugendlichen gut angenommen. Foto:

Die mobile Bahn, die derzeit im Park aufgebaut ist, wird von den Jugendlichen gut angenommen. Foto:

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Im Volkspark Batenbrock soll ein Pumptrack für jugendliche Radfahrer gebaut werden. Im Vorfeld konnten die nun mit planen. Das sind ihre Ideen.

Noch steht im Volkspark Batenbrock ein provisorischer Pumptrack. Eine solche spezielle Strecke für BMX- und Mountainbike-Fahrer soll nun dauerhaft in dem Park an der Horster Straße aufgebaut werden. Und zum Einstieg in die Planungen, was liegt da näher, als die Jugendlichen zu beteiligen?

Und so sitzt nun eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener zusammen mit Konrad Willar vor einer Flipchart und überlegt, wie ihr Pumptrack im Park aussehen soll. Willar kennt sich mit dem Bau solcher Strecken aus, sein Unternehmen hat auch den transportablen Rundkurs im Park aufgestellt. Nach einer Besichtigung der Stelle, wo die Strecke ihren Platz finden soll – ein Teilstück der Wiese im rückwärtigen Teil des Parks – beginnen die Überlegungen.

Jugendliche wünschen sich Sprungmöglichkeiten

Robin schlägt vor, in die Bahn auch so genannte Tables zu integrieren. Die bieten den Sportlern auch Möglichkeiten für kleinere Sprünge. „Außerdem wäre es gut, wenn man vielleicht einen Bereich für die Jüngeren schaffen könnte, so dass es nicht zu Problemen kommt zwischen Anfängern und denen, die schon besser sind“, so der 15-Jährige weiter. Ein guter Hinweis, bekräftigt Willar. Die vorgesehene Fläche im Park biete sicher Möglichkeiten, Anfänger und Fortgeschrittene räumlich etwas zu trennen.

Der Experte nimmt die Anregungen der Jugendlichen auf, weist aber gleichzeitig auch sofort darauf hin, wenn Ideen sich nicht realisieren lassen. Grenzen setzen schließlich das Budget, der Platz und nicht zuletzt auch die Physik. Damit die Strecke auch langfristig für die Nutzer interessant ist, schlägt er auch Kreuzungen und mögliche Richtungswechsel vor. Das hören die Jugendlichen gern, schließlich soll so eine Bahn auch Herausforderungen bieten.

Ideen für einen Aufenthaltsbereich an der Strecke

Die Workshop-Teilnehmer wünschen sich außerdem noch einen Aufenthaltsbereich an der Strecke. Hier rät der Experte, diesen Bereich etwas abseits anzulegen. Ist er direkt an der Bahn und ist es voll, könne es sonst zu Problemen führen, so sein Hinweis. Über Stunden tauschen sich die Jugendlichen aus, betrachten Skizzen und machen sich Gedanken – auch über sinnvolle Zuwegungen zu der Bahn. Schließlich muss sie auch über Wege gut erreichbar sein.

Dass sie mitreden dürfen, ihre Meinung gefragt ist, finden die Jugendlichen richtig gut. „Ich habe mich wirklich darüber gefreut, auch darüber, dass hier jetzt eine feste Bahn hinkommen soll“, sagt Lennard. Und auch für Konrad Willar sind solche Workshops „eine Bereicherung.“ Es komme leider immer noch viel zu selten vor, dass die Nutzer bei der Planung solcher Anlagen einbezogen werden. „Allerdings verändert sich das gerade.“

85.000 Euro stehen parat

85.000 Euro stehen für die Strecke bereit, sagt Dorothee Lauter von der Koordinierungsstelle für Integrierte Stadtentwicklung. Das sind Fördermittel, die für das integrierte Handlungskonzept Batenbrock fließen. Dorothee Lauter hofft nun, dass im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann, so dass in den nächsten Sommerferien nicht noch einmal eine mobile Strecke im Park aufgebaut werden muss.

Wie geht es nun weiter: Konrad Willar wird aus den Ideen, die am Donnerstag im Park gesammelt wurden, drei Entwürfe für mögliche Strecken zeichnen. Diese Entwürfe gehen dann noch einmal an die Jugendlichen, die sich an den Planungen beteiligt haben. Auf diese Weise habe sie die Chance, noch einmal Einfluss zu nehmen.

Wie wichtig es für diese Jugendlichen sei, gehört zu werden, hebt Barbara Josfeld, die Leiterin des Stadtteilbüros Batenbrock, noch einmal hervor. „Vielfach machen die Jugendlichen hier die Erfahrung, dass ihre Meinung nicht gefragt ist“, schildert sie ihre Beobachtungen. „Umso wichtiger ist es, dass sie nun zu Wort kommen.“

Schon bei der Skaterbahn Jugendliche an der Planung beteiligt

Mit dieser Form der Beteiligung von Jugendlichen hat Bottrop jedoch in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht. An der Planung der Skaterbahn im Ehrenpark waren die jugendlichen Nutzer auch beteiligt.

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