Werkschließung

Bottroper Stahlrohrwerk Benteler schließt 2022

Das Benteler-Werk, in dem Stahlrohre hergestellt werden, hat seinen Sitz im Gewerbegebiet An der Knippenburg. 2022 wird es schließen.

Das Benteler-Werk, in dem Stahlrohre hergestellt werden, hat seinen Sitz im Gewerbegebiet An der Knippenburg. 2022 wird es schließen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bottrop.  Mit dem Konzernbeschluss verliert der Benteler-Standort Bottrop weitere Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter des Stahlrohrwerk wurden informiert.

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Das Benteler-Werk in Bottrop wird 2022 geschlossen. Das teilt die Geschäftsführung der Benteler Steel/Tube mit Hauptsitz im österreichischen Salzburg mit. Der Schließung geht ein schrittweiser Abbau von Stellen voraus.

Bereits im kommenden Jahr soll mit der Umsetzung der Pläne begonnen werden. Im selben Zeitraum beabsichtigt das Unternehmen, die Produktion Zug um Zug an den Standort Paderborn/Schloß Neuhaus zu überführen. Dort sollen bis zu 100 neue Stellen aufgebaut werden, überwiegend in der Fertigung.

Neben Bottrop sind weitere Standorte von Stellenabbau betroffen

An der Knippenburg in Bottrop produziert die Benteler-Gruppe Stahlrohre. Die Belegschaft des Werks umfasst 255 Mitarbeiter. Der Konzern begründet seine Entscheidung mit einem „anhaltend schwierigen Marktumfeld“. Neben der Schließung in Bottrop sind weitere Standorte von Stellenabbau betroffen. Angekündigt sind für Dinslaken bis zu 90 Stellen, für Lingen bis zu zehn Stellen und darüber hinaus in der Verwaltung und den indirekten Bereichen in Paderborn/Schloß Neuhaus bis zu 195 Stellen. Insgesamt sei ein Arbeitsplatzabbau von bis zu 600 Stellen bis Ende 2022 vorgesehen.

Den Übergang plant Benteler Steel/Tube „sozialverträglich umzusetzen“. Finanzchef Tobias Braun: „Die geplanten Veränderungen möchten wir beispielsweise durch freiwillige Abfindungsprogramme, Altersteilzeit, flexible Arbeitszeiten und eine natürliche Fluktuation umsetzen. Mit den Arbeitnehmervertretern führen wir derzeit dazu Gespräche.“

Stellenabbau wegen Überkapazitäten auf dem europäischen Markt

Bereits im November hatte die Benteler-Gruppe einen Stellenabbau angekündigt und auch Bottrop als betroffenen Standort genannt. Von einer Schließung des Werks an der Knippenburg war da jedoch noch nicht die Rede. Das Problem seien die großen Überkapazitäten auf dem europäischen Markt und die dadurch sinkenden Preise, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Obwohl 2018 noch ein sehr erfolgreiches Jahr war mit einem Umsatzplus von 18 Prozent, sei der Markt seit Beginn des Jahres stark rückläufig. Nun wolle das Unternehmen frühzeitig reagieren, um einen Großteil der Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.

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