Brezelfest

Brezelbrüder und Knüppeljungs marschieren durch Kirchhellen

Gut gelaunt treffen sich die Kirchhellener zum traditionellen Brezelausmarsch, gut ein Jahr vor dem Brezelfest.

Gut gelaunt treffen sich die Kirchhellener zum traditionellen Brezelausmarsch, gut ein Jahr vor dem Brezelfest.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Bottrop-Kirchhellen.  Blau und Rot soweit das Auge in Kirchhellen reichte: Die Brezelbrüder marschierten zur Einstimmung auf das Brezelfest 2020 durch ihr Dorf.

Blau und Rot wohin das Auge reicht in Kirchhellen. Am Samstag traf sich die Brezelgesellschaft, um gemeinsam mit guter Laune und bester Stimmung den traditionellen Brezelausmarsch zu begehen. Zwar ist es zum eigentlichen Brezelfest noch lange hin. Erst im nächsten Jahr, am 8. September 2020, beginnt wieder der Wettstreit um die Krone des Brezelkönigs. Das hindert die Brezelbrüder und -schwestern allerdings nicht, schon dieses Jahr ausgiebig zu feiern und sich dem Brezelfieber hinzugeben.

Mit dem Ausmarsch, der selbst schon seit 1982 stattfindet und damit ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblickt, stimmen sich die Brezelaner schon einmal auf das Spektakel im nächsten Jahr ein und starten den Countdown für das Brezelfest 2020. „Die heiße Phase wird eingeläutet“, so Brezelkönig Egbert Schnieder, seit 1983 Mitglied der Brezelbruderschaft und seit 1999 im Vorstand vertreten. Das Brezelfest in Kirchhellen, was auf seine Art einmalig in ganz Deutschland sei, sei immer wieder das Highlight. Zwischen den Festen fiebere man zudem stets auf den Ausmarsch hin, erklärt er. „Man muss zwischendurch schließlich gucken, ob der Kittel noch passt“, bemerkt Brezeldirektor Heiner Schenke.

Straßen mit kleinen Brezeln und blau-weißen Fahnen geschmückt

Startpunkt des Brezelumzuges war die Residenz des amtierenden Brezelkönigs. König Egbert I. empfing seine Brezelbrüder am späten Nachmittag an der Burgstraße mit erfrischenden Getränken in festlich geschmückter Umgebung. Die Nachbarschaft hatte sich größte Mühe gegeben, um die Straße mit kleinen Brezeln und blau-weißen Fähnchen zu dekorieren. „Mit viel Liebe und Brezelblut“, lobt Brezeldirektor Heiner Schenke die Dekoration. Von der Königsresidenz aus ging es dann gemeinsam über die Hauptstraße und quer durch den Kirchhellener Dorfkern zum Hof Steinmann am Lippweg 22. Musikalisch begleitet von der Kapelle der Holsterhausener Knüppeljungs und viel Begeisterung führt das Königspaar, in einer festlich hergerichteten Kutsche, sein Brezelvolk zum Ziel, um endlich offiziell die neue Brezelfestsaison einzuleiten.

Was auch wichtig ist, denn es stehen bereits viele Termine an. Die Gründungsversammlung zum Brezelfest soll am 7. Februar im Brauhaus am Ring stattfinden, die beiden öffentlichen Brezelversammlungen am 30. Mai auf dem Hof Rottmann und am 15. August auf dem Hof Rehring. Für den 3. September ist das Brezel-Abholen auf dem Johann-Breuker-Platz veranschlagt. Die Gemeinschaft wird nächstes Jahr also alle Hände voll zu tun haben. Da kam es ihnen gerade recht, sich nach dem Brezelausmarsch auf dem Hof Steinmann, schon mal auf das Spektakel vorzubereiten. Dort warteten nämlich duftende Leckereien, kühle Getränke und ein DJ auf die Brezelaner.

Alle Kirchhellener waren zur Feier auf dem Hof Steinmann eingeladen

Herzlich eingeladen zum Umzug und gemeinsamen Feiern waren natürlich alle Kirchhellener. „Der Brezelausmarsch sorgt immer wieder Geselligkeit“, berichtet Heiner Schenke. Das bunt gemischte Publikum der Brezelbegeisterten umfasst demnach auch jedes Alter, von Jung bis Alt. Sie alle genießen die Stimmung und das Brezelgefühl. „Eine schöne Sache ist es, dass alles so dorfnah stattfindet. So kommen auch noch am Abend einige Leute dazu“, merkt Heiner Schenke an, der mit etwa 500 brezelbegeisterten Kirchhellenern beim Fest rechnete.

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