Denkmal

Bund fördert Sanierung der Rheinbaben-Siedlung

Foto: FUNKE FotoServices

Bottrop.   Bis zu 60 Prozent der Kosten bekommen Eigentümer wieder. Stadt spricht Bewohner der Siedlung nun gezielt an. Infos gibt es auch auf dem Eigener Markt .

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Eigentümer in der Rheinbaben-Siedlung auf dem Eigen können sich darauf einstellen, demnächst von der Stadt gezielt angesprochen zu werden. Grund ist das Projekt „Nachbarschaftswerk Rheinbaben“. Dahinter verbirgt sich ein vom Bund gefördertes Programm zur Stadterneuerung. Es richtet sich gezielt an die Hauseigentümer in der Siedlung.

Anlaufstelle auf dem Marktplatz

Ein großer Übersee-Container steht inzwischen auf dem Eigener Markt, der Schriftzug „Innovation City“ ist eigentlich nicht zu übersehen. Der Container ist Anlaufstelle für Interessierte, die hier erste Informationen abholen können. Denn die Ansprüche an die Sanierungsarbeiten sind hoch. Schließlich handelt es sich um ein nationales Vorzeigeprojekt, das vorstellt, wie eine teils denkmalgeschützte Siedlung energetisch saniert wird. So soll zum Beispiel die dezentrale Energieversorgung gestärkt werden. Das heißt, kleine Kraftwärme-Anlagen sollen Strom und Wärme erzeugen und immer vier Wohneinheiten versorgen. Dazu müssen sich die Eigentümer zusammentun. Koordiniert und unterstützt wird der gesamte Prozess von der Stadt und den Experten der Innovation City.

Bisher haben die Verantwortlichen in dem Gebiet 790 Gebäude identifiziert, die grundsätzlich für diese Förderung infrage kommen. Deren Eigentümer erhalten demnächst Post und sind zu einer Informationsveranstaltung am 4. Oktober eingeladen.

Alexandro Hugenberg ist bei der Stadt für das Projekt verantwortlich: „Wir haben in der Siedlung sechs Gebäudetypen mit verschiedenen Untertypen definiert.“ Für diese unterschiedlichen Typen haben die Planer einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. „Das heißt jedoch nicht, dass tatsächlich auch bei jedem Haus eines Typs alles gemacht werden muss“, so Hugenberg. Logisch, denn manch ein Haubesitzer hat womöglich schon einzelne Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen. Deshalb wird in einem nächsten Schritt jedes Haus von Interessenten noch einmal separat von einem Energieberater unter die Lupe genommen.

Start der Aktivierungsphase

Mit der Eröffnung des Beratungscontainers auf dem Eigener Markt beginnt nun die Aktivierungsphase. Insgesamt läuft das Projekt bis Ende 2019, „doch wir möchten gern noch in diesem Jahr ein oder zwei solcher Eigentümergemeinschaften zusammenbringen“, sagt Hugenberg. Sie könnten dann bereits nach der Heizperiode mit der Sanierung beginnen.

„Ziel des Projekts Nachbarschaftswerk ist es, die besondere Qualität der Siedlung zu erhalten“, betont Oberbürgermeister Bernd Tischler. Und im Rahmen der Architekturanalyse sei es nun gelungen, „vorbildliche Sanierungsmaßnahmen zu entwickeln“, wirbt Tischler um Teilnehmer.

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