Unterhaltung

Comedy im Saal vereint Sprachakrobatik und deutsche Hits

Das Duo Podewitz tritt in der Reihe „Comedy im Saal“ in Bottrop auf.   

Das Duo Podewitz tritt in der Reihe „Comedy im Saal“ in Bottrop auf.   

Foto: CIS

Bottrop.  Mit der 160. Show startet die neue Comedy-Saison im Bottroper Kammerkonzertsaal. Das Duo Podewitz, Peter Fischer und Doris D sind dabei.

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Lange vier Monate mussten die Fans des gepflegten Humors ausharren, doch nun ist die Sommerpause beendet und die nächste Show aus der Reihe „Comedy im Saal“ steht an: Am Sonntag, 29. September, präsentiert Kabarettist Benjamin Eisenberg in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop im Kammerkonzertsaal an der Böckenhoffstraße 30 sogar eine Jubiläumsshow, nämlich die 160. Ausgabe des beliebten Formats. Gleichzeitig wird „Comedy im Saal“ 18.

Geboten wird mit der nächsten Show ein bunter Mix. Mit dem Duo Podewitz sind ebenfalls zwei Jubilare zu Gast. Die Brüder Willi und Peter Podewitz haben bereits seit 25 Jahren „Hummeln im Hirn“, wie sie sagen, und kommen mit Ausschnitten aus ihrem Jubiläumsprogramm „Wer plaudert wird erschossen“ nach Bottrop.

Zwischen Comedy und Kabarett

Darin begeistern die beiden Komiker aus Bremerhaven wieder mit Sprachakrobatik, die sich zwischen Comedy, anarchischem Humor und Kabarett bewegt: Rach, der Religions-Tester, probiert das „Allah-You-Can-Eat-Buffet“, Boris Becker ist nicht wirklich pleite, sondern nur „tennis-arm“, und seit Erdogan regelmäßig Gefängnistürchen schließt, gibt es bei türkischen Zeitungen keine „Freien Mitarbeiter“ mehr. Es hagelt also wieder kübelweise Ohren-Gold und Schwafel-Silber: wutbürgerliche Comedy und alternative Faxen.

Kontrapunkt am Klavier

Den Kontrapunkt dazu setzt Peter Fischer, ein Virtuose am Klavier, der unter anderem mit dem „Rostocker Koggenzieher“ und jüngst mit der „Krefelder Krähe“ ausgezeichnet wurde für sein Programm „Zweitastengesellschaft. Schwarz sehen? Weiß nicht.“

Der Münchener verbindet Klavier-Melodien mit komödiantisch-sarkastischen und gesellschaftskritischen Texten und bekommt dafür stets tosenden Applaus.

Furchtlos stellt sich Fischer den brennenden Fragen unserer Zeit: Sind digitale Gehirne besser als keine? Schmeckt Ironie am besten pur? Und was haben der Name Annegret, Jesus und E-Autos mit Jazz zu tun? Peter Fischer erzählt Geschichten, legt dabei kleine Fallstricke aus und versteckt Doppeldeutigkeiten. Manchmal nachdenklich, manchmal „völlig abgefahren und respektlos – aber wirklich witzig“ – so das Urteil der Süddeutschen Zeitung aus seiner bayerischen Heimat).

Very important Bottroper: Doris D

Als ViB-Gäste – ViB steht dabei für Very important Bottroper – gibt die Akustik-Formation „Doris D“ der Show noch eine ganz andere Note. Den Bottropern sind die drei Jungs, die ausschließlich deutschsprachige Titel covern, wohl spätestens seit ihrem Auftritt als Headliner am Samstagabend beim diesjährigen Stadtfest ein Begriff. Im Kammerkonzertsaal werden sie von den „Pott Boys“ (Roland Miosga, Jens Otto und Luca für Many Miketta) verstärkt. Und sie werden auch mit Gastgeber Benjamin Eisenberg gemeinsam etwas zum Besten geben.

Damit dürfte klar sein, findet der Veranstalter: Auch zu ihrem 18. Geburtstag wird die Show noch nicht erwachsen. Vielmehr soll eine Kleinkunstparty der Extra-Klasse gefeiert werden.

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