Spendenaktion

Corona: Bauern spenden Schutzkleidung an Ärzte und Kliniken

Landwirt Hermann-Josef Richter aus Münster-Roxel bei der Übergabe von Schutzkleidung an die Kassenärztliche Vereinigung in Münster.

Landwirt Hermann-Josef Richter aus Münster-Roxel bei der Übergabe von Schutzkleidung an die Kassenärztliche Vereinigung in Münster.

Foto: Laura Jacobs

Kirchhellen/Münster.  Welch eine gute Aktion. Weil in Arztpraxen und Kliniken Schutzkleidung fehlt, hat der Bauernverband einen Rundruf gestartet. Das ist der Erfolg.

Ein kurzer Aufruf über die Kanäle des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) war ausreichend: Am Wochenende haben hunderte Landwirtsfamilien aus Westfalen-Lippe Schutzbekleidung zusammen getragen, die sie regulär für Hofbesuche nutzen. Weil diese Besuche durch die Ausbreitung des Corona-Virus vorerst nicht stattfinden, gehen die Einweg-Overalls und Schuhüberzieher als Spende an die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Die KVWL, in der rund 15.000 niedergelassene Ärzte organisiert sind, wird die Schutzkleidung nun nach Bedarf an Krankenhäuser und Arztpraxen in Westfalen-Lippe weitergeben.

Spenden werden nach Dringlichkeit verteilt

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier erklärt die Aktion: „Normalerweise statten wir mit der Schutzkleidung die Besuchergruppen auf unseren Höfen aus, denn in den Ställen hat Hygiene zum Schutz der Tiere oberste Priorität. Weil wir die Bekleidung derzeit nicht brauchen, stand für uns außer Frage, diese in der Corona-Krise unkompliziert und schnell für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zur Verfügung zu stellen. Viele tausend Einweg-Overalls, Schuhüberzieher und auch Gummihandschuhe – alles eingeschweißt und original verpackt – sammeln wir dazu in diesen Tagen. Die Kassenärztliche Vereinigung wird die Ausrüstung dann nach Dringlichkeit an Ärztinnen und Ärzte verteilen.“

Auch in den WLV-Geschäftsstellen gab es Bestände an Schutzkleidung, die ebenfalls zur Verfügung gestellt werden konnten. „Der Bedarf kann über die Kassenärztliche Vereinigung am besten ermittelt werden. Der Postversand oder die Übergabe an der zentralen Sammelstelle – natürlich mit großem Abstand – macht viel mehr Sinn, als wenn jeder einzelne sich auf den Weg zu einzelnen Praxen oder Krankenhäusern gemacht hätte.“

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