Halloween Horror Fest

Movie Park in Bottrop sucht neue Monster für Halloween

Jedes der fertig geschminkten Monster hat nur einen Versuch, die Jury zu überzeugen.

Jedes der fertig geschminkten Monster hat nur einen Versuch, die Jury zu überzeugen.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  280 Darsteller werden ab Oktober die Besucher des Movie Parks beim Halloween Horror Fest erschrecken. Und das kann ganz schön Arbeit machen.

Halloween ist zwar noch gefühlt sehr weit weg, aber im Movie Park müssen die Vorbereitungen schon frühzeitig beginnen. Am Samstag veranstaltete der Freizeitpark sein erstes diesjähriges Monster-Casting. Der Movie Park braucht 280 Darsteller um die acht Horrorbereiche bespielen zu können. Dazu werden auch in diesem Jahr rund 50 neue Darsteller gesucht.

„Halloween ist unsere zweite Hochsaison“, streicht Pressesprecherin Ann-Kathrin Dölken die Bedeutung des Events heraus,„ man muss sich immer noch etwas Neues einfallen lassen.“ Projektleiter Manuel Prossotowicz ergänzt: „Die Leute wollen immer mehr, immer größer“.

45 Minuten Zeit vor dem Spiegel

Und so begeben sich 22 „Möchtegern-Monster“ zum Schminken, wo große Spiegel und Utensilien wie Latex, Puder , Filmblut und Farben bereit stehen. 45 Minute haben sie Zeit, um sich herzurichten. Alle haben Spaß daran, einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen.“Ich liebe Zombies und mach das gerne“, erklärt Krankenschwester Annie (45) aus Essen. Mandy (23) aus Castrop verwandelt sich fantasievoll in eine Vogelscheuche. Sie war schon auf vielen Halloween-Events und will es nun selbst ausprobieren.

Max aus Recklinghausen hat nur auf seine Volljährigkeit gewartet: „Das war schon lange mein Traum, jetzt bin ich endlich 18.“Fabian Walter (18) ist sogar aus Husum gekommen. Der junge Mann hat schon Bühnenerfahrung, will Schauspieler werden und sieht eine solche Rolle als gute. Voraussetzung. Schülerin Sarah(19) will nur „Spaß haben“, während Erzieherin Sarah aus Mülheim eine ganz besondere Motivation hat. Sie habe „richtig Schiss“ vor Monstern und will auf diese Weise „Angst abbauen“.

Eine Gruppe „Altmonster“ unterstützt die Neulinge : „Mach die Haferflocken vor der Farbe drauf! Mehr Latex! Pass auf die Haare auf! Nicht so viel Mastix, das geht so schwer wieder ab!“ Das waren nur einige der guten Ratschläge „Wir verbessern die kleinen Fehler, die wir früher auch gemacht haben“, erklärt Altmonster Marcel, alias Filmfigur „Royce“.

Vorstellung im „Hostel“

Nach dem Schminken und Verkleiden geht es in die verschiedenen Abteilungen des „Hostels“, eine sehr merkwürdige Amsterdamer Herberge, um sich auf den kurzen Auftritt vor der Jury vorzubereiten. Jeder hat nur einen Versuch, eine kurze Szene. „Man muss die Leute im richtigen Augenblick kriegen“, erläuter Altmonster Patrick, der schon seit zwölf Jahren dabei ist.

Und so springen im Dunkeln bei ohrenbetäubendem Lärm blutüberströmte Monster, Zombies und sonstige gräuliche Gestalten aus versteckten Winkeln und Vorhängen des seltsamen Etablissements hervor, schreien, kreischen, wälzen sich auf dem Boden, kurz, gebärden sich wie irre. Und das alles, um eine Jury beim Rundgang von ihren Qualitäten als Erschrecker zu überzeugen. Noch drei weitere Castings werden folgen, bevor die neuen Monster ihre Verträge erhalten.

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