Einzelhandel

Werbegemeinschaft testet ab November den „First Friday“

Bei gutem Wetter brummt der Feierabendmarkt. In dieser Saison musste er aber wegen Wetterwarnungen einmal ausfallen, zweimal wurde er abgebrochen.

Bei gutem Wetter brummt der Feierabendmarkt. In dieser Saison musste er aber wegen Wetterwarnungen einmal ausfallen, zweimal wurde er abgebrochen.

Foto: Kai Süselbeck

Kirchhellen.  Mit Werbung und besonderen Angeboten will die Werbegemeinschaft vor Weihnachten Kaufkraft ins Dorf holen. Die Dorfschenke wird nicht öffnen.

Die Werbegemeinschaft will ab November mit Werbung und besonderen Angeboten am „First Friday“ jedes Monats zusätzliche Kundschaft ins Dorf holen. Wegen des Feiertages Allerheiligen wird der erste „First Friday“ aber erst am 8. November stattfinden.

Das neue Format bildet eine Ergänzung zu den Freitags-Feierabendmärkten, die nächstes Jahr wieder von April bis Oktober stattfinden sollen, sagt Stephan Kückelmann, Veranstalter und Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Wenn es funktioniert, soll es das ganze Jahr über an jedem ersten Freitag im Monat stattfinden.

Unwetterwarnung: Markt abgesagt

Kückelmanns Rückblick auf die Freiluftsaison auf dem Johann-Breuker-Platz fällt gemischt aus. Sowohl beim Dorffest als auch bei der Feierabendmärkten haben verregnete Tage den Zulauf und den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück gehen lassen. Zweimal haben die Aussteller den Feierabendmarkt abgebrochen, der August-Termin hat wegen Unwetterwarnung gar nicht stattfinden können. „Donnerstags beim Feierabendmarkt in Alt-Bottrop hatten wir Superwetter, freitags in Kirchhellen hatten wir Sturm und Regen. So ist das Veranstaltungsgeschäft halt.“

Trotzdem hält Kückelmann den Feierabendmarkt für einen „tollen Frequenzbringer“. „das bringt kaufkräftiges Publikum nach Kirchhellen und erinnert so manchen Kirchhellener daran, welche ansprechenden Geschäfte er im eigenen Dorf hat.“ Die Werbegemeinschaft fühlt sich in dieser Einschätzung bestätigt durch die Gutachter des Einzelhandelskonzeptes, die Handel und Dienstleistern in der Dorfmitte beste Noten gaben.

Auch das Interesse von Veranstaltern zeigt Kückelmann, dass der Veranstaltungsort Johann-Breuker-Platz funktioniert. „Auf dem Berliner Platz kommen und gehen die Veranstalter, aber ins Dorf wollen sie wiederkommen, ob nun das Street Food Festival oder Kirchhellen karibisch.“ Er teilt aber die Einschätzung von Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder: „Es gibt eine Obergrenze für Veranstaltungen in der Dorfmitte.“ Sie werde nicht definiert durch die Nachfrage der Aussteller, sondern durch die Akzeptanz bei den Anwohnern.

Impulse zur Vorweihnachtszeit

Zusätzliche Veranstaltungsangebote im Winterhalbjahr neben dem bestens funktionierenden Wintertreff von „Natürlich Kirchhellen“ am ersten Adventswochenende sind diesmal nicht geplant. Der Test mit der Dorfschänke aus dem Vorjahr habe nicht wirklich funktioniert, sagt Kückelmann: „Die Umsätze waren gemessen am Aufwand einfach zu gering.“

Um dem Handel in der wichtigen Vorweihnachtszeit dennoch zusätzliche Impulse zu geben, probiert es die Werbegemeinschaft ab November mit dem „First Friday“. Das Modell soll sich an das „Candle Light Shopping“ am 4. Oktober anlehnen, allerdings nicht unbedingt mit den Öffnungszeiten bis 21 Uhr: „Wir zwingen niemanden, länger aufzumachen.“

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