Freizeit

Neue Rutsche für Freibad Vonderort steht parat

Das neue Becken aus Edelstahl glänzt in der Sonne. Es liegt auf dem Rand des alten Beckens. Auch sämtliche unterirdischen Leitungen und Technik wurde erneuert.

Das neue Becken aus Edelstahl glänzt in der Sonne. Es liegt auf dem Rand des alten Beckens. Auch sämtliche unterirdischen Leitungen und Technik wurde erneuert.

Foto: Gerd Wallhorn

Bottrop / Oberhausen.   Sanierungsarbeiten in Vonderort laufen nach Plan. Neue Umkleiden und Gastro-Bereich nehmen Gestalt an. Überraschung bei Arbeiten am Wellenbad.

Die neue Rutsche ist da. Zugegeben, bisher sind es nur vier einzelne Elemente, die gelb, grün, orange und grün draußen vor der Baustelle stehen. Doch man kann sich schon vorstellen, dass Freibadgäste künftig über die Kunststoffbahn ins kühle Nass rauschen. Doch bis dahin ist in Vonderort noch einiges zu tun. Gut zwei Meter sind die einzelnen Elemente der Rutsche breit, künftig können ganze Familien nebeneinander rutschen. Die Fundamente für die neue Attraktion sind bereits gesetzt und Betriebsleiter Jens Vatheuer und sein Kollege Gregor Büne, der Technische Leiter des Freibads sind davon überzeugt, dass die neue Rutsche gut ankommen wird.

Doch bis es soweit ist und die ersten Badegäste das Bauwerk nutzen könne, werden noch einige Monate vergehen – unabhängig vom nun nahenden Winter. Denn auf der Baustelle ist noch viel zu tun. Auch wenn Fortschritte erkennbar sind. Die neuen Umkleidebereiche im ehemaligen Gastrobereich nehmen Gestalt an. Die Maurer sind bei der Arbeit und setzen die letzten Steine, bevor dann die Klempner übernehmen können. Auch der neue Kiosk steht inzwischen als Rohbau, die künftige Terrassenüberdachung ist schon gut zu erkennen. Und, so Vatheuer: „Alles was wir in den Boden bringen mussten, die ganzen neuen Leitungen und Rohre, das ist auch schon erledigt.“

2,5 Millionen Euro werden investiert

Tatsächlich wird eine großer Teil des Fördergeldes, mit dem das Freibad auf der Stadtgrenze von Bottrop und Oberhausen in Schuss gebracht wird, unterirdisch verbaut. Die Arbeiten liegen im Plan und Vatheuer ist überzeugt, rechtzeitig fertig zu werden. Die Zeit drängt auch, denn bis Ende des Jahres müssen die Fördergelder abgerechnet sein. Insgesamt werden in Vonderort 2,5 Millionen Euro investiert.

Doch sollte die Witterung den Arbeitern dann doch noch einen Strich durch die Rechnung machen, gibt es Möglichkeiten, die Arbeiten dann später fertig zu stellen. So seien etwa die Arbeiten für den neuen Kinderbereich, den „Splash Garden“ witterungsabhängig. Die alten Kinderbecken werden verfüllt, stattdessen wird ein Belag ähnlich einer Tartanbahn im Stadion aufgebracht. Dazu kommen Wasserspritz-Spielzeuge.

Technik von Frei- und Solebad wird getrennt

Noch sind einige Schächte und Gruben offen, die neuen Rohrleitungen sind hier noch zu sehen. Doch die Besucher werden sie nicht zu Gesicht bekommen. Gleiches gilt für die Technikräume. Hier wird in diesem Monat noch die Wasseraufbereitung für das Freibad installiert. Bisher teilten sich Sol- und Freibad eine Aufbereitung, im Zuge der Sanierung musste die Technik voneinander getrennt werden. Das ist Auflage des Fördergebers, denn mindestens 15 Jahre muss das Freibad nun geöffnet bleiben – unabhängig davon, was womöglich irgendwann mit dem Sole- und Saunabereich passiert.

Neues Edelstahlbecken glänzt in der Sonne

Neben den für Besucher unsichtbaren Veränderungen gibt es auffällige Neuerungen, die ins Auge fallen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das neue Edelstahlbecken funkelt und glitzert in der Herbstsonne, und macht jetzt schon Lust darauf, sich in die Fluten zu stürzen. Doch noch ist kein Wasser im Becken, im April soll es richtig befüllt werden, in den nächsten Wochen sei aber schon eine Teilbefüllung geplant, vor der Frostperiode.

Das Edelstahlbecken ist im Prinzip in das alte Becken eingebaut worden. Dafür sei der so genannte Beckenkopf mit der Überlaufrinne abgesägt worden, erläutert Brüne. Auf diese Kante wurde dann die neue Rinne montiert. „Die wurde hier in fünf bis sechs Meter langen Teilen angeliefert und vor Ort verschweißt.“ Dann wurde das Becken mit den Edelstahlbecken verkleidet. Derart sanierte Schwimmbäder gibt es in der Region häufiger, etwa das Strandbad Hesse in Essen Dellwig.

Überraschung bei den Arbeiten im Wellenbadbereich

Doch wer die klassischen Kacheln oder Folien und damit das türkisblaue Wasser gewöhnt ist, für den ist es zumindest erst einmal ein überraschender Anblick. Ganz verzichten müssen Traditionalisten auf diesen Anblick nicht. Im Wellenbad wird auch künftig wieder eine Folie dafür sorgen, dass das Wasser im Becken bleibt.

Doch aktuell bietet sich den Baustellenbesuchern noch ein faszinierender Anblick. Die alte Folie ist rausgerissen, das ganze große Becken liegt in seiner Betonpracht offen. Hier hätten die Arbeiter auch eine Überraschung erlebt, sagt Brüne. „Die allererste Folie ist damals noch im Becken festgenietet worden. Die Reste dieser alten Nieten mussten sorgfältig entfernt werden.“ Noch in diesem Monat wird die neue Folie ins Becken eingezogen, denn auch das Wellenbad soll vor der Frostperiode zum Teil befüllt werden.

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