Benteler

Bottrop: OB sagt Benteler-Belegschaft seine Unterstützung zu

255 Mitarbeitern des Stahlrohrwerks Benteler, An der Knippenburg, droht die Entlassung. Der Mutterkonzern will das Bottroper Werk 2022 schießen.

255 Mitarbeitern des Stahlrohrwerks Benteler, An der Knippenburg, droht die Entlassung. Der Mutterkonzern will das Bottroper Werk 2022 schießen.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Das Bottroper Stahlrohwerk Benteler mit seinen 255 Beschäftigen soll geschlossen werden. Jetzt sprachen Betriebsräte beim Oberbürgermeister vor.

Seine volle Unterstützung hat Oberbürgermeister Bernd Tischler der Belegschaft des Stahlrohrwerks Benteler zugesagt. Sie kämpft derzeit um den Erhalt der Arbeitsplätze in Bottrop. Am Standort sind 255 Beschäftige tätig. Im Dezember war von der österreichischen Konzernzentrale die Nachricht über die Schließung des Werks an der Knippenburg gekommen.

Im Rathaus sprachen die beiden Betriebsräte Dirk Müller und Yakup Eskitürk mit OB Tischler über die Entwicklung des Werks in Bottrop und die derzeitige Lage. Das Stahlrohrwerk gehört seit 2008 zur Benteler-Gruppe. Die Betriebsräte machten deutlich, dass es seit 2016 einen Tarifvertrag zur Standortsicherung gebe, was für die Belegschaft bereits hohe Einschnitte bei den Löhnen zur Folge hatte. Im Gegenzug habe man darauf gebaut, dass der Standort dauerhaft gesichert werden könne, wenn das Unternehmen investiere.

Nachricht traf die Belegschaft wie ein Schock

Müller und Eskitürk - beide sind Bottroper und gehören seit Jahrzehnten zur Stammbelegschaft - schilderten die Enttäuschung unter den Mitarbeitern darüber, dass nun trotz jahrelangen Lohnverzichts der Standort geschlossen werden soll. Die Nachricht habe die Beschäftigten kurz vor Weihnachten wie ein Schock getroffen.

Trotz der Zusicherung des Unternehmens, den Stellenabbau sozialverträglich gestalten zu wollen, sei es ein Fakt, dass die Arbeitsplätze in Bottrop durch die Werksschließung verschwinden. OB Tischler will nun in den kommenden Tagen mit der Geschäftsleitung sprechen, zudem mit allen Akteuren das offene Gespräch suchen. Ziel müsse es sein, einen Betrieb mit mehr als 250 Beschäftigten im gewerblich-technischen Bereich in Bottrop zu erhalten.

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