Jubiläum

Ruhrbischof würdigt 100-jähriges Bestehen der Caritas

Caritasdirektor  Andreas Trynogga (links) beim Pontifikalamt anlässlich des 100jährigen Bestehens der Caritas in Bottrop mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (2.v.r.).

Caritasdirektor Andreas Trynogga (links) beim Pontifikalamt anlässlich des 100jährigen Bestehens der Caritas in Bottrop mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (2.v.r.).

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Mit dem Pontifikalamt in St. Cyriakus sind die Feiern zu 100 Jahre Caritas in Bottrop fast beendet. Ruhrbischof erinnert an das Leitmotiv.

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Nicht nur die Stadt Bottrop feiert in diesem Jahr ihren 100. Gründungstag. Auch die Caritas hat Anlass zum Feiern. Am Sonntag würdigte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck mit einem Pontifikalamt in der gut gefüllten Cyriakuskirche das 100-jährige Bestehen des Caritasverbandes Bottrop. Mit ihm konzelebrierten Stadtdechant Jürgen Cleve und Propst em. Paul Neumann die Festmesse.

Bischof Overbeck hieß bei der Eröffnung alle Menschen willkommen, die mit der Caritas, der (Nächsten-)Liebe, leben. In der Predigt bezog er sich auf das Leitmotiv der Caritas: „Wir nehmen die Menschen an, wie sie sind.“ Auch die Festschrift steht unter diesem Motto. Dieser Satz aus dem Leitbild sei der innere Sinn der Caritas.

Erinnerung an die Gründerzeit

Er erinnerte an die Gründung im Jahre 1919 und an den Geist jener Zeit. Seither habe sich die Arbeit der Caritas mit den veränderten Bedürfnissen der Gesellschaft auch selbst verändert. Die Caritas sei vielschichtig wie die Gesellschaft, die Menschen seien es, die die Caritas ausmachen. Man bekomme viel Kraft durch den Glauben, aber Caritas hieße auch handeln.

Anschließend wurden von den Fachbereichen Zeichen zum Altar gebracht, die symbolisch stehen für die Anliegen der Menschen und die Arbeit der Caritas bei den verschiedensten Nöten. Gehhilfen, Kerzenlicht, Bilder und Suppenschüssel standen neben einem Globus als Symbol für die Menschen, die aus aller Welt als Flüchtlinge zu uns kamen und kommen.

Gespräche unter der Orgeltribüne

Die musikalische Gestaltung übernahmen Ursula Kirchhoff und die Kirchenchöre „Cantamus“ und „Via Nova“ unter der Leitung von Regina Schumacher. Nach dem Gottesdienst waren die Besucher noch herzlich eingeladen zu einem kleinen Imbiss und Getränken unter der Orgeltribüne. Dabei fand sich auch manche Gelegenheit zu einer Begegnung mit dem Bischof, der sich locker unter die Besucher mischte und sich in angeregte Gespräche verwickeln ließ.

Er sei gerne gekommen, ließ der Bischof verlauten. Man könne mit Hilfe der Caritas viel Gutes tun, die einhundert Jahre hätten gezeigt, dass Glaube und Handeln zusammen gehören. Die Resonanz war sehr positiv. „Der Bischof war sehr nah an den Menschen“, empfand Margret Zeres, zuständig für das Ehrenamt in den Caritasgemeinden. Der Bischof sei immer zu Gesprächen bereit, weiß Elisabeth Alemany, die den Gottesmann schon seit seiner Jugendzeit kennt:„ Seine Mutter ist meine beste Freundin.“

„Caritas ist ein starkes Stück Kirche“

Caritas-Direktor Andreas Trynogga würdigte den Gottesdienst mit dem Bischof als religiösen Höhepunkt des Jubiläumsjahres und besonders als Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Caritas ist auch ein starkes Stück Kirche“, hatte er bereits in seiner Begrüßung gesagt. Man dürfe stolz zurückblicken, aber der Maßstab sei die Zukunftsorientierung, man müsse Antworten auf die jeweilige Zeit finden.

Nach dem Betriebsfest, dem offiziellen Festakt im Juni und dem Gottesdienst wird es im November noch ein Treffen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in St. Hedwig geben, berichtet Sigrid Hovestadt von der Öffentlichkeitsarbeit der Caritas.

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