Stadtteil-Check

Vonderorter loben den Zusammenhalt in ihrem Stadtteil

Christian Kewitsch, Martin Sobetzko, Norbert Zbocna und Jan Kuhlmann (v. l.) gehören zur Arbeitsgemeinschaft Vonderorter Vereine und sorgen dafür, dass in dem Stadtteil regelmäßig was passiert.

Christian Kewitsch, Martin Sobetzko, Norbert Zbocna und Jan Kuhlmann (v. l.) gehören zur Arbeitsgemeinschaft Vonderorter Vereine und sorgen dafür, dass in dem Stadtteil regelmäßig was passiert.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Beim Stadtteil-Check schneidet Vonderort vergleichsweise gut ab. Das sind die Gründe für das gute Vonderorter Gemeinschaftsgefühl.

Schützenhaus und Feuerwehr – das sind zwei Treffpunkte in Vonderort, die die Bewohner des Stadtteils regelmäßig ansteuern können. Hier zeigt sich das ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl des Stadtteils regelmäßig. Denn beide Institutionen bilden mit das Rückgrat der Arbeitsgemeinschaft Vonderorter Vereine (AVV).

Dahinter verbirgt sich der inoffizielle Zusammenschluss unterschiedlichster Gruppen und Vereine des Stadtteils, ins Leben gerufen vor allem auch um Termine abzustimmen und so Kollisionen zu vermeiden. Aber aus der Arbeitsgemeinschaft sind auch fixe Termine für den gesamten Stadtteil hervorgegangen. So findet in Vonderort inzwischen einer der größten Martinszüge der Stadt statt. Zuletzt waren hunderte Kinder und Eltern unterwegs, zogen von der Schule zum Schützenhaus, wo das Martinsfeuer brannte und der Heilige Mann seinen Mantel mit dem Bettler teilte.

Feuerwehr und Schützenverein leisten viel für den Stadtteil

Norbert Zbocna ist Ur-Vonderorter und kann sich noch an den Ursprung des Zuges erinnern. Damals hätten die Vereine gemeinsam ein Stadtteilfest organisiert, der Erlös bildete den Grundstock für den Martinszug.

Aber auch Dämmerschoppen und Osterfeuer der Feuerwehr oder das Biwak der Schützen seien für viele Vonderorter fixe Termine im Kalender, sagt der AVV-Vorsitzende Christian Kewitsch. Es seien zwar nicht mehr alle Vereine tatsächlich im AVV aktiv, doch man bemühe sich immer wieder, alle mit ins Boot zu nehmen. Und dazu zählen selbstverständlich auch die Schule und die Kita im Stadtteil.

Gemeinschaftsgefühl in dem Bottroper Stadtteil geht auch ins Private

Jan Kuhlmann, Ortswehrführer in Vonderort, beschreibt aber, dass dieses Gemeinschaftsgefühl auch über die Aktionen im Stadtteil hinausgehe. Auch privat setze sich diese Gemeinschaft fort, so Kuhlmanns Einschätzung. „Ich sehe das bei vielen Älteren hier im Stadtteil, dass sich da oft über Jahre Freundschaften gebildet haben.“

Kein Wunder also, dass auch Vonderort bei der Frage nach dem Gemeinschaftsgefühl beim Stadtteil-Check gut abschneidet. Wie Ebel vergaben die Vonderorter die Note 2,64 in dieser Frage. Auch Martin Sobetzko hat dieses Gemeinschaftsgefühl schätzen gelernt. Ursprünglich stammt er aus Grafenwald, hat eine Vonderorterin geheiratet, und inzwischen baut die Familie in dem Stadtteil ein Haus. „Wir fühlen uns hier einfach wohl, man kennt sich und man hat eigentlich mit niemandem Ärger“, so seine Einschätzung.

Neu-Vonderorter sollen auch mit eingebunden werden

Allerdings, so der Eindruck der alteingesessenen Vonderorter, sei die Gemeinschaft oftmals auf diese Ur-Vonderorter beschränkt, in den 1980er- und 90er-Jahren wurde in dem Stadtteil viel gebaut. „Diejenigen, die da wohnen, erreichen wir nur schwer“, bedauert Kewitsch und hofft auf Besserung.

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