Welch eine Party: „Abba Fever“ zum Stadtgeburtstag

Musiker und Publikum hatten gleichermaßen Spaß am „Abba Fever“ auf der Gastromeile.

Musiker und Publikum hatten gleichermaßen Spaß am „Abba Fever“ auf der Gastromeile.

Foto: Andreas Hofmann / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Gastromeile tanzte im „Abba Fever“: So klang die Geburtstagsfeier zum 100. Bottroper Stadtgeburtstag auf der Gladbecker Straße aus.

Am 21 Juli 1919 bekam Bottrop das Stadtrecht. So ein Tag muss auch besonders gefeiert werden, dachten sich die Volksbank, die Unternehmervereinigung „Konjungtur“ und die Geschäftsleute des Rathausviertels und luden auf der Gladbecker Straße zu einem großen Fest ein.

Freie Stühle waren so selten wie begehrt

Nachdem bereits um 18 Uhr rund 1000 Besucher mit Sekt angestoßen und der Stadt mit einem Geburtstagsständchen gratuliert hatten, gab es um 20 Uhr bei der unübersehbaren Menge kein Durchkommen mehr auf der Gastromeile. Die Gaststätten waren voll belegt, ein freier Stuhl war ein begehrter Luxusartikel. Dicht gedrängt versuchten sich die Besucher frühzeitig noch einen Platz in Bühnennähe zu ergattern, um sich nichts von Highlight des Abends entgehen zu lassen. „Mann, ganz schön voll geworden“, meinte Moderator Christoph Wittmer, der locker durch den Abend führte,„ gleich wird es laut.“

Pünktlich um 20 Uhr begann die „ABBA Fever Tribute Show“. Abba Fever, das ist Live-Musik der Schweden-Ikonen mit zwei Sängerinnen mit besonderen Stimmen als Agnetha und Frida, zwei Top Musiker als Björn und Benny, unterstützt durch eine dreiköpfige Top-Band. Sofort heizten die Mädchen in roten Glitzerkleidchen und die Jungs in langen weißen Mänteln der feierbereiten Menge mit „Waterloo“ und „Dance on me“ ein.

Lebensgefühl der 70er Jahre

Die Musik ging sofort in Arme, Beine und Hüften. Die mitreißende Show mit kraftvoller Spielfreunde und authentischen Kostümen schaffte gute Laune und entführte die Gäste in das Lebensgefühl der 70erJahre. Die Künstler waren ständig in Interaktion mit dem Publikum. „Was seid ihr für ein fröhliches Volk, das kennen wir aus Hamburg nicht,“ rief „Agnetha“ dem Publikum zu und forderte auf: „Habt Spaß, fühlt euch wohl, tanzt einfach alle mit uns.“ Die Stimmung kam voll rüber, bei „I Have a dream“ harkten sich dem Leute ein und schunkelten.

Viele sangen textsicher die Hits wie „Dancing Queen“, Mamma Mia“, „S.O.S,“ „Fernando“, „Super Trouper“ oder , „The winner takes it all“ mit. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die mitreißende Show mit Bühnennebel, Licht- und Pyroeffekten noch stimmungs- und eindrucksvoller. Die von der Bühne geworfenen Knicklichter erzeugten zusätzlichen Lichtzauber. Bei „Money, Money, Money“ warfen die Musiker „Dollarscheine“ mit Abba-Fever-Motiven ins Publikum. Der Abschluss mit dem unplugged gesungen „Thank you for the Music“ sorgte bei manchen Besuchern noch für ein Gänsehautgefühl.

Sophie (5) erobert das Publikum

Zusätzlicher Star des Abends war die fünfjährige Sophie. Sie war den Sängerinnen aufgefallen, weil sie vor der Bühne tanzte und textsicher mitsang. Auf die Bühne geholt, outete sich die kleine Sängerin als Abba-Fan. Nach ihren Wünschen gefragt, antwortete sie keck:“ Ich will hier noch auf der Bühne bleiben.“ Sophie tanzte dann begeistert noch einen Song mit und war auch bereit, notfalls eine Sängerin „ zu vertreten“.

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