WIRTSCHAFT

2,2 Millionen Gewinn: Volksbank ein Jahr nach der Fusion

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Rhein-Lippe ziehen eine positive Bilanz aus einem Jahr Fusion.

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Rhein-Lippe ziehen eine positive Bilanz aus einem Jahr Fusion.

Foto: Foto: Volkbank RHEIN LIPPE

Dinslaken/Voerde/Hünxe.  Volksbank Rhein-Lippe zieht ein Jahr nach der Fusion mit Dinslaken eine positive Bilanz. Bauantrag für Verwaltung in Friedrichfeld eingereicht.

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„Rund ein Jahr ist seit der Fusion der Volksbank Rhein-Lippe mit der ehemaligen Volksbank Dinslaken vergangen. Wir haben die Zeit genutzt und unsere damals gestellten „Hausaufgaben“ erledigt. Wir haben die Bewährungsprobe der „Bankenehe“ mit Bravour bestanden“, so das Fazit von so Dirk Bottermann, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank, nach einem Jahr Fusion. Auch die Mitarbeiter seien im vergangenen Jahr zusammengewachsen.

560 Gäste in der Niederrheinhalle

„Die Volksbank hat erneut einen ordentlichen Gewinn erwirtschaftet – der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 2,2 Millionen Euro. Deshalb sind wir zufrieden mit dem Jahresergebnis 2018 und zahlen eine attraktive Dividende von vier Prozent plus einen Bonus von 0,5 Prozent,“ so Claus Overlöper, Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Lippe vor 560 Mitgliedervertretern und Gästen in der Niederrheinhalle. Diese positive Entwicklung sei auf die „solide Ausrichtung“ des regionalen Finanzdienstleisters zurückzuführen.

„Unternehmerische Investitionen, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen und sichern“

Die Forderungen an Kunden sind um ca. 26 Millionen Euro auf 1,042 Millionen Euro angestiegen. Darüber hinaus hat die Bank auch im Jahr 2018 Darlehen an ihre Verbundpartner vermittelt – 213 Millionen Euro. Die Gesamtsumme der insgesamt betreuten Kundenkredite – aus eigenen Mitteln zuzüglich der vermittelten Darlehen – ist somit um ca. 37 Mio. Euro angestiegen und betrug Ende 2018 insgesamt 1.255 Millionen Euro. „Diese Zahlen stehen unter anderem für unternehmerische Investitionen, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen und sichern, und die heimische Wirtschaft wettbewerbsfähig halten. Und diese Zahlen stehen für die Kreditvergaben an Privatkunden zur Erfüllung des Traums vom neuen Eigenheim oder auch die Modernisierung und energetische Sanierung von älteren Ein- und Mehrfamilienhäusern ermöglicht,“ erläuterte Overlöper.

Kundenanlagevolumen stieg auf 1.664 Millionen Euro

Trotz der Niedrigzinsphase steigen auch die Kundeneinlagen weiter an. Das Kundenanlagevolumen stieg insgesamt auf 1.664 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden 663 Millionen Euro insbesondere als Investmentanlagen bei der Union Investment, Guthaben bei der R+V-Versicherung sowie bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall angelegt. Zum guten Ergebnis der Genossenschaftsbank im Jahr 2018 trugen auch die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Volksbank Immobilien Niederrhein mit 160 vermittelten Objekten mit einem Volumen von 32 Millionen Euro bei.

Verwaltungsgebäude Friedrichsfeld kostet 17 Millionen Euro

In seiner Rede ging Overlöper auch auf den geplanten Neubau eines Verwaltungsgebäudes in Friedrichsfeld ein, für das vor einer Woche der Bauantrag eingereicht wurde und noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgen soll. Die Baukosten werden bei ca. 17 Millionen Euro liegen, die überwiegend in den Auftragsbüchern von Unternehmen und Handwerkern in der Region landen werden. Die Volksbank investiere sowohl in ihre Technik – im Herbst 2019 wird die Umstellung auf ein neues EDV-System erfolgen - als auch in die Neugestaltung ihrer Bankstellen. 2019 werden die Filialen in Wesel-Obrighoven und Hamminkeln-Brünen umgebaut und modernisiert.

Personalien und Wahlen zum Aufsichtsrat

Dirk Bottermann (Voerde), Reinhard Buchmann (Wesel-Obrighoven), Herbert Eickelkamp (Hamminkeln), Rainer Lemm (Voerde-Friedrichsfeld) und Carolin Schröer (Hamminkeln-Dingden) wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Ende Januar 2020 werden Gerd Hüsken und Gerhard Wölki aus dem Vorstand der Volksbank Rhein-Lippe ausscheiden und sich in den Ruhestand verabschieden. Für beide war es also die letzte Vertreterversammlung, an der sie teilnahmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Bottermann bedankte sich bei Hüsken und Wölki für ein unentwegt hohes Engagement für die Entwicklung der Volksbank und ihren hohen Sachverstand. „Ein in der heutigen Zeit oft abhanden gekommenes Werteverständnis war immer die Grundlage ihres Denkens und Handelns.“ so Bottermann.

Seit dem 1. April 2019 verstärkt Marc Indefrey aus Spellen das Vorstandsgremium der Volksbank. Er stellte sich den Vertretern und Gästen kurz vor und ging sowohl auf seinen Berufsweg als auch auf persönliche Dinge ein. Im Anschluss an den offiziellen Teil hielt Frank Mund, Präsident des Verbandes des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen e. V. einen Vortrag zum Thema „E-Mobilität im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie“.

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