25 Jahre Rumänienhilfe

Dinslaken.   25 Jahre Rumänienhilfe – das bedeutet unzählige Tonnen von Hilfsgütern, die mit dem Lkw von Dinslaken auf den über 2200 Kilometer langen Weg in den Osten Rumäniens geschickt wurden. Viele fleißige Hände haben in den vergangenen 25 Jahren dafür gesorgt, dass es wenigstens einen kleinen Lichtblick im Bistum Iasi gibt, dass dort die Menschen erfahren: Sie sind nicht vergessen.

25 Jahre Rumänienhilfe – das bedeutet unzählige Tonnen von Hilfsgütern, die mit dem Lkw von Dinslaken auf den über 2200 Kilometer langen Weg in den Osten Rumäniens geschickt wurden. Viele fleißige Hände haben in den vergangenen 25 Jahren dafür gesorgt, dass es wenigstens einen kleinen Lichtblick im Bistum Iasi gibt, dass dort die Menschen erfahren: Sie sind nicht vergessen.

Angefangen hat alles 1992: Nach der Wende und dem Ende der Ceausescu-Diktatur in Rumänien hatte das Bistum Iasi die Neugierde von Pfarrer Theo van Doornick und seiner Gemeinde Heilig Blut geweckt. Nun musste Theo van Doornick nie lange überlegen, wenn ihn etwas reizte, und so machte sich eine kleine Gruppe abenteuerlustig auf den Weg nach Ost-Rumänien. Über Wien, Budapest und Klausenburg ging es bis hinter die Ost-Karpaten nach Iasi an die moldawische Grenze, einer Region abseits der großen Verkehrs- und Wirtschaftsströme mit einer desaströsen wirtschaftlichen Lage.

Im Priesterseminar der Stadt gab es jedoch eine Gruppe Studenten, die der deutschen Sprache mächtig war und die Gruppe aus dem fernen Dinslaken in ihrer Stadt herumführte, auf die Schönheiten aber auch auf die Missstände aufmerksam machten. Was niemand damals zu ahnen vermag, einer dieser jungen Theologie-Studenten, Claudio Istoc, bekam später von seinem Bischof den Auftrag, in Roman einen Caritasverband zu gründen und aufzubauen. Keine Frage, der Rumänienkreis hatte seine Aufgabe gefunden.

So gelang es dem Rumänienkreis gemeinsam mit den rumänischen kirchlichen Partnern in Roman ein vollständig neues Caritas-Zentrum zu errichten. Beim Aufbau haben zahlreiche Handwerker aus Dinslaken in vielen mehrwöchigen Einsätzen ehrenamtlich geholfen. So entstand ein Haus, dass mit allen nötigen Installationen (Wasser, Strom, Gas, Heizung, Entwässerung) nach deutschem Standard gebaut wurde und somit bautechnisch als eines der besten in der Stadt gilt.

Eine Sozialstation für wöchentlich 200 Patienten, eine Armen-Apotheke, eine Zahnarztpraxis, Räume für Physiotherapie und Gymnastik zur Reh nach Operationen, eine Küche, zwei Gästezimmer und einige Büroräume für Einzelgespräche mit Hilfesuchenden und die Verwaltung wurden im Haus untergebracht. So entstand von 1998 bis 2000 ein vollständig neues Caritas-Zentrum. Inzwischen ist auch ein Frauenhaus nahe Roman dazugekommen.

Regelmäßige Besuche vertieften den freundschaftlichen Kontakt zwischen dem Rumänienkreis und dem dortigen Team und den Menschen. Auf diese Weise erfährt der Rumänienkreis immer wieder, was in Roman benötigt wird. Immerhin werden rund 350000 Menschen betreut. Die dortige Sozialstation versorgt besonders schwere Sozialfälle mit Kleidung, Lebensmitteln und Schulbedarf. Die soziale Situation ist immer noch sehr schlecht, ein Großteil der Menschen ist arbeitslos oder versucht sein Glück im Ausland, um die Familienangehörigen zu unterstützen.

Auch nach 25 Jahren ist also immer noch Hilfe aus Dinslaken bitter nötig. Daher fährt jedes Jahr im Frühsommer ein Transporter mit Hilfsgütern nach Roman. Auch Geldmittel sind für die Arbeit unentbehrlich. Wer spenden möchte kann sich an Georg Klinkner, 02064/40825 wenden.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik