Friedensdorf

5000 Pakete für Familien, Waisen und behinderte Menschen

Marc-Dominic Bös aus Oberhausen übergibt Claudia Peppmüller vom Friedensdorf International die sechs Spenden-Pakete, die seine Mutter Ursula Bös für die notleidende Bevölkerung in Armenien und Tadschikistan gepackt hat.

Foto: Markus Joosten

Marc-Dominic Bös aus Oberhausen übergibt Claudia Peppmüller vom Friedensdorf International die sechs Spenden-Pakete, die seine Mutter Ursula Bös für die notleidende Bevölkerung in Armenien und Tadschikistan gepackt hat. Foto: Markus Joosten

Dinslaken/Oberhausen.  Kleine und große Bürger packen in den kommenden Wochen Grundnahrungsmittel in Spendenpäckchen für Armenien, Nagorny Karabach und Tadschikistan.

Was braucht ein Mensch zum Leben? Zucker, Mehl, Reis und Nudeln, Fleisch-, Fisch-, Obst- und Gemüsekonserven, Hülsenfrüchte, Zahncreme, Seife, Strümpfe, T-Shirts, Wäsche, Schokolade und Süßigkeiten – zum Beispiel. All diese Produkte können Bürger in diesen Wochen wieder in die Hilfspakete des Friedensdorf International packen. 5000 Päckchen sollen von hier aus am 15. Dezember an notleidende Menschen in Armenien, Nagorny Karabach (eine umkämpfte Region zwischen Armenien und Aserbaidschan) und Tadschikistan versendet werden, die in den Wintermonaten von Hunger und Kälte bedroht sind.

Paketaktion startete 1994 in Georgien

„Seit 1994 gibt es die Paketaktion bereits“, sagt Claudia Peppmüller, Mitarbeiterin in der Zentralstelle des Friedensdorf International in Hiesfeld. Damals kämpften die Menschen in Georgien gegen Hunger und Kälte nach dem schlimmsten Wirtschaftskollaps des Landes und einem Bürgerkrieg. „Doch seit 2016 können wir wegen der strengen Einfuhrbestimmungen keine Hilfspakete mehr dorthin senden, was wir sehr bedauern“, so die Friedensdorf-Mitarbeiterin.

1996 wurde die Paketaktion des Friedensdorfes auch auf Armenien, und 2007 zudem auf Tadschikistan erweitert. „Ausgegeben werden die Hilfspäckchen dort von unseren Partnerorganisationen an bedürftige Familien, aber auch an Institutionen wie Waisenhäuser oder Behindertenheime.“ Die Menschen dort fieberten der Aktion jedes Jahr entgegen, so Claudia Peppmüller. „Denn richtiges Essen und auch Schokolade sind hier noch Geschenke.“

Standardpaket-Set mit Zubehör und Packliste

Rund 4000 der 5000 Standardkartons für vier Euro pro Stück – mit Zubehör und Packliste – wurden aktuell bereits vom Friedendorf verteilt. „Die Teilnehmer kaufen dann die Inhalte nach der beiliegenden Anleitung.“ Bis zu 20 Kilogramm schwer darf ein Päckchen sein. Entsprechend der Liste befüllt, kann es dann bis zum 30. November an verschiedenen Stellen (siehe Kasten) abgegeben werden.

Schulen, Gemeinden und Institutionen spenden

Viele Schulen, Gemeinden und Institutionen beteiligten sich bereits seit Jahren an der Aktion. „Aber auch ganz viele Einzelpersonen“, weiß die Mitarbeiterin. So wie Familie Bös aus Oberhausen, die gerade die ersten sechs Päckchen abliefert: „Seit mehreren Jahren packen wir jedes Jahr rund zehn Pakete für das Friedensdorf“, sagt Ursula Bös. „Wir haben damals aus der Zeitung von der Aktion erfahren und wollten mitmachen, weil es dort arme Menschen gibt, die nichts zu Essen haben und es uns im Vergleich dazu hier doch so gut geht.“

Dass die Paketaktion immer noch begeistert aufgenommen werde, so Claudia Peppmüller, liege sicher aber auch daran, „dass die Menschen dabei genau wissen, was sie spenden und wo es ankommt.“

„Hilfe wird gepackt!“

Das Standardpaket-Set „Hilfe wird gepackt!“ des Friedensdorf International kann in der Zentralstelle, Lanterstraße 21, in Dinslaken montags bis samstags von 6 bis 22 Uhr sowie sonntags von 7 bis 22 Uhr für vier Euro pro Stück erworben werden. Weitere Paket-Stellen in Oberhausen: Interladen, Lothringer Straße 21; Interladen Sterkrade, Bahnhofstraße 53-54 und Friedas Welt, Buchenweg 10.

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