Kultur

Abo- und Besucher-Zahlen in Dinslaken gehen weiter zurück

Die Abo-Zahlen in Dinslaken sind in den vergangenen Jahren stets zurückgegangen.

Foto: Gerd Bertelmann

Die Abo-Zahlen in Dinslaken sind in den vergangenen Jahren stets zurückgegangen.

Dinslaken.   Zahlen sinken erneut – von 957 auf 922. Einzelne Bereiche haben sich aber positiv entwickelt – unter anderem Veranstaltungen im Kleinem Studio.

Die Abo- und Besucher- Zahlen der städtischen Kulturreihen sind weiter zurückgegangen: Das geht aus der Vorlage für den Kulturausschuss hervor.


922 Abonnenten gibt es in der laufenden Spielzeit 2017/18, in der Spielzeit 2016/17 waren es noch 957. Eine Spielzeit zuvor war die Zahlen mit 1314 Abonnenten sogar um ein gutes Drittel höher: Die Verwaltung erklärte den massiven Rückgang damals mit der Sperrung der Stadthalle.

Kaum verändert haben sich dieses Mal die Abozahlen im Theaterbereich: Das Schauspiel-Abo steht bei 157 Buchungen (2016/17: 154), das Premierenschauspiel bei 96 (zuvor 102). Auch die Abo-Zahlen der Kabarett-Veranstaltungen sind nahezu unverändert, entsprechende Veranstaltungen seien auch in dieser Spielzeit nahezu ausverkauft, schreibt die Verwaltung und spricht von einem „erfolgreichen Konzept“: 435 Kabarettinteressierte nehmen das Angebot in dieser Spielzeit wahr, in der zuvor waren es 442.

Weiter leicht gesunken ist die Anzahl der „Kleine Halle“ -Abos; von 106 in 2016/17 auf 79 in 2017/18. Den Rückgang erklärt die Verwaltung damit, dass aufgrund des kleineren Veranstaltungsortes, der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums, weniger Abos beziehungsweise Karten verkauft werden könnten.

Positiv entwickelt haben sich die Zahlen bei Studiobühne und Kleinem Studio: Die Abo-Zahl der Reihe „Studiobühne“ ist im Vergleich zur vergangenen Spielzeit um ein Drittel gestiegen, von 18 auf 27 Abonnenten. Auch der Einzelkartenverkauf in dem Bereich sei deutlich angestiegen, so die Stadtverwaltung. Das „Kleine Studio“ – die Abonnement-Reihe für Kinder ab vier Jahren im Dachstudio – erfreue sich ebenfalls sehr großer Beliebtheit – nahezu alle Vorstellungen seien ausverkauft. Die Anzahl der Abonnenten ist hier von 49 auf 55 weiter gestiegen.

74 Prozent betrug die durchschnittliche Auslastung in der Spielzeit 2016/17. Die niedrigste Auslastung hatten mit durchschnittlich 38 Prozent Veranstaltungen in der Kleinen Halle. Deutlich höhere Auslastungen hatten Veranstaltungen aus den Bereichen Schauspiel (80 Prozent), Premierenschauspiel (85 Prozent) Kleines Studio (89 Prozent) und Kabarett (94 Prozent).


3429 Euro und 84 Cent Gewinn erwirtschafteten die Veranstaltungen aus den Kabarett-Reihen in der Spielzeit 2016/17, die Deckung liegt hier bei 114 Prozent. Alle weiteren Abo-Reihen schlossen mit einem Minus ab, davon die Schauspiel-Reihe mit einem Verlust von 29 284,77 Euro am deutlichsten (Deckung: 32 Prozent).

3109 Besucher weniger zählte die Stadtverwaltung in der Spielzeit 2016/17 als noch 2015/16: Listete die Verwaltung in der Spielzeit 2015/16 bei 98 Veranstaltungen noch 18 650 Besucher, so waren es in der kürzlich abgeschlossenen Spielzeit 2016/17 nur 15 541 Besucher. Zuvor hatten die Besucherzahlen jahrelang die 20 000-er-Marke überschritten – so zum Beispiel mit 26 021 Besuchern in der Spielzeit 2006/07 oder mit 27 176 Besuchern in der Spielzeit 2012/13.


150830 Euro Gesamtausgabevolumen sieht das städtische Konzept für die Spielzeit 2018/19 sowie für Veranstaltungen außerhalb der Abo-Reihen vor. 78 000 Euro hiervon sollen auf die Bereiche Schauspiel, Premierenschauspiel und Kleine Halle entfallen, weitere 35 900 Euro auf die Abo-Reihen im Dachstudio (Kabarett, Studiobühne und Kleines Studio). Die von der Jazz-Initiative inhaltlich vollkommen eigenständig durchgeführte Abo-Reihe „Jazz in Dinslaken“ erhält 9000 Euro. Veranstaltungen außerhalb der Abo-Reihen, darunter die Din-Musik-Tage oder „Klassik in der Tiefgarage“, erhalten insgesamt 20 200 Euro. Desweiteren listet die Verwaltung sonstige Veranstaltungskosten in Höhe von 15 730 Euro.


7 Abonnementreihen mit zirka 50 Einzelveranstaltungen sind derzeit für die kommende Spielzeit 2018/19 in der Planung.

>> THEMA IM KULTUR- UND PARTNERSCHAFTSAUSSCHUSS

  • Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss beschäftigt sich am Dienstag, 13. Februar, 17 Uhr, mit den Abonnements und sonstigen kulturellen Aktivitäten außerhalb des Abonnements. Die Sitzung findet um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, 1. Etage, statt.
  • Auf der Tagesordnung stehen dann außerdem der Bericht zum Jubiläumsjahr der Bibliothek sowie die Haushaltsberatungen.

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