Verkehr

ADFC fordert Radwegmarkierung an Landstraße in Voerde

Der ADFC Dinslaken-Voerde fordert, dass der Radweg an der Frankfurter Straße/Einmündung Bahnhofstraße in Voerde rot markiert wird. An dieser Stelle hatte es am Sonntag einen Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Auto gegeben.

Der ADFC Dinslaken-Voerde fordert, dass der Radweg an der Frankfurter Straße/Einmündung Bahnhofstraße in Voerde rot markiert wird. An dieser Stelle hatte es am Sonntag einen Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Auto gegeben.

Foto: Markus Weissenfels

Voerde.   Nach aktuellem Unfall drängt ADFC erneut, den Radweg an der Frankfurter Straße/Einmündung Bahnhofstraße rot einzufärben. Straßen.NRW lehnt ab.

Nach dem Unfall, bei dem am Sonntag ein Fahrradfahrer aus Voerde auf der Frankfurter Straße schwer verletzt wurde, erneuert der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Dinslaken-Voerde seine mehrfach geäußerte Forderung an den Landesbetrieb Straßen.NRW, den Radweg im Bereich der Einmündung Bahnhofstraße rot einzufärben.

Was war an jenem Sonntag passiert? Nach Angaben der Polizei hatte ein Autofahrer aus Wesel von der Bahnhofstraße nach rechts in die Frankfurter Straße abbiegen wollen und war dabei mit dem Radfahrer kollidiert. Der Radweg darf in beiden Richtungen befahren werden, auf der anderen Seite (Fahrtrichtung Möllen) gibt es keinen.

Straßen.NRW: keine Unfallhäufungsstelle

Straßen.NRW bleibt auch nach dem Unfall am Sonntag bei seiner vor einigen Monaten gegenüber dem ADFC vertretenen Einschätzung, was eine Roteinfärbung des Radweges an der Frankfurter Straße/Einmündung Bahnhofstraße betrifft – eine Forderung, die der ADFC an der Landstraße auch für andere Stellen, unter anderem an der Steinstraße und der Grünstraße, erhebt. Der Landesbetrieb indes argumentiert, dass es sich bei den genannten Einmündungen um keine Unfallhäufungsstellen handele und daher dort eine rote Markierung nicht vorgesehen sei.

Würde alles rot eingefärbt, würde damit nicht mehr die gewünschte Signalwirkung erzielt, sagte Gregor Hürter, Sprecher der Regionalniederlassung Niederrhein von Straßen.NRW, am Donnerstag auf Anfrage der NRZ. Anders ausgedrückt: Je häufiger diese Form der Markierung zum Einsatz komme, desto mehr verliere sie an Aufmerksamkeit, hat der erste Vorsitzende des ADFC Dinslaken-Voerde, Peter Diederichs, vom Landesbetrieb vor einigen Monaten zur Antwort bekommen.

Rotmarkierungen nur dort, „wo vermehrt Kollisionen“

Diederichs kann die Begründung nicht nachvollziehen. Dass der Radweg an der Einmündung Bahnhofstraße nicht rot eingefärbt werden soll, weil der Bereich „unfalltechnisch unauffällig“ sei, wie Straßen.NRW ihm erklärte, führt er darauf zurück, dass nicht jeder Unfall aktenkundig werde, sprich in die Statistik eingehe. Bei einer „Acht im Vorderrad“ oder blauen Flecken hole man nicht die Polizei, erklärt Diederichs.

Er berichtet davon, wie er als Radfahrer selbst von einem Auto angefahren wurde: auch an der Frankfurter Straße, gegenüber dem stillgelegten Kraftwerk in Möllen, an der Einmündung Friedrichstraße. Auch er habe damals nicht die Polizei hinzugezogen. Auf das Argument von Straßen.NRW, dass die Roteinfärbung nur dort umgesetzt werden sollte, wo es auch vermehrt Kollisionen oder akute Gefährdungen für Radfahrer gegeben habe, reagiert Diederichs mit Sarkasmus: Leichte „Blessuren fallen nicht unter ,akute Gefährdung’“, es müsse wohl erst einer oder eine „platt gefahren werden“.

Auch ließ Straßen.NRW den ersten Vorsitzenden des ADFC Dinslaken-Voerde vor einigen Monaten wissen, dass seitens der Stadt Voerde und der Polizei eine Roteinfärbung ebenfalls als nicht erforderlich gesehen werde. Im Rathaus gibt es Signale, die Sache zu überdenken.

Stadt will nach Unfall Situation neu bewerten

Der aktuelle Unfall am Sonntag gebe Anlass zu einer Neubewertung, wie der Erste und Technische Beigeordnete der Stadt, Wilfried Limke, auf NRZ-Anfrage am Donnerstag erklärte. Die Unfallkommission werde sich die Situation anschauen, er habe den Unfallbericht angefordert. Ziel müsse es sein, im Sinne der schwächsten Verkehrsteilnehmer die sichersten und wirkungsvollsten Maßnahmen vorzunehmen, erklärt Limke.

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