WEIHNACHTSMARKT

„Adventszauber“ bei den Albert-Schweitzer-Werkstätten

Die Mitarbeiter und Beschäftigten der Albert-Schweitzer-Einrichtungen freuen sich auf den „Adventszauber“. Fotos:Heiko Kempken

Foto: Heiko Kempken

Die Mitarbeiter und Beschäftigten der Albert-Schweitzer-Einrichtungen freuen sich auf den „Adventszauber“. Fotos:Heiko Kempken Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Der Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe Dinslaken am 2. Dezember hat einen neuen Namen und ein überarbeitetes Konzept.

Es wird geklopft und gesägt, geschweißt und gehämmert, die Weihnachtshütten bekommen neue Farbe – die Albert-Schweitzer-Werkstätten verwandeln sich gerade in eine Himmelswerkstatt. Die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt der Albert-Schweitzer- Einrichtungen (ASE) und der Lebenshilfe laufen – und diesmal freuen sich Werkstatt-Beschäftigte und Mitarbeiter der ASE ganz besonders auf den Markt am 2. Dezember. Denn erstmals steht er unter der Regie der Albert-Schweitzer-Einrichtungen – und heißt nun „Adventszauber. Der Weihnachts-Markt an der Werkstatt“.

„Wir wollen uns mit den Dinslakenern einen schönen Markt machen“

Werkstattleitung, Mitarbeiter des sozialen Dienstes, Beschäftigte und Werkstattrat haben sich gemeinsam über das Konzept ihres Weihnachtsmarktes Gedanken gemacht. Noch schöner, vielfältiger, bunter und vor allem noch heimeliger soll er werden. Lautes und Schrilles wurde aussortiert. Stattdessen singen die Hathunters sowie Janin und Axel im Hinterhof erstmals gemeinsam mit den Besuchern Weihnachtslieder, die weihnachtlich geschmückten Hütten erstrahlen in neuem Glanz. „Wir wollen uns mit den Dinslakenern einen schönen Markt machen“, so Christiane Frerigmann (Werkstattleitung Rehabilitation).

Zwitscherhütten, Schwibbögen und Adventskalender

Bevor der Weihnachtsmarkt um 11 Uhr seine Pforten öffnet, stehen die Besucher meist schon Schlange, um den schönsten Adventskalender, das schönste Vogelhäuschen zu ergattern, erzählt Soziale Dienste-Mitarbeiterin Julia Keusen lachend. Natürlich wird es die in den Werkstätten gefertigten Zwitscherhütten, Schwibbögen, Kalender, Weihnachtsbäume, Adventskränze und Gestecke auch diesmal wieder geben – in ausreichender Anzahl. Und sollte das Lieblingsprodukt doch einmal ausverkauft sein, können die Besucher es bestellen und später an den Werkstätten abholen.

Was der neue Laser alles zaubert

Außerdem gibt es viele Neuigkeiten. Die Werkstätten haben nun einen

CO2-Laser. Damit zaubern sie filigrane Holzlaternen – mit Glitzer-Einhorn oder Förderturm, je nach Geschmack – oder individuelle Gravuren in Holz, Glas oder Plexi. Ein Beispiel steht beim Pressegespräch auf dem Tisch: Das neue Logo des Weihnachtsmarktes in Plexi gelasert und ASE-blau beleuchtet, ein anderes baumelt als Anhänger an Hans-Jörg Himmelbergs (Mitarbeiter soziale Dienste) Schlüsselbund. Auf Wunsch werden auf dem Markt individuelle Anfertigungen live gemacht.

Leckeres aus dem selbstgebauten „Smoker“

Noch eine Premiere: Der riesige „Eisenrauch-Smoker“, entwickelt und gebaut von den Werkstätten, bietet Pulled Pork-Burger und Hühnchen. Diese und weitere Leckereien – etwa Wein aus Dinslakens Partnerstadt Agen – können die Besucher erstmals an Tischen unter einem Pavillon auf der Mitte des Platzes genießen.

Insgesamt 78 Stände wird es auf dem Weihnachtsmarkt drinnen und draußen geben – 39 werden extern vergeben. Kunsthandwerker aus Dinslaken präsentieren Selbstgemachtes, Caritas, Schulen und Vereine sind vor Ort, das Brauprojekt aus Spellen ist ebenso dabei wie die Wunschbaum-Aktion.

Die Inklusion steht im Mittelpunkt

Immer größeren Stellenwert bekommt die Inklusion auf dem Markt. „Die Präsentation unserer Produkte ist natürlich ein wichtiger Teil unseres Weihnachtsmarktes, das macht ihn aus. Wir möchten gemeinsam mit allen Ausstellern und Gästen einen stimmungsvollen Markt erleben“, so Jörg Claaßen (Werkstattleitung Produktion).


Denn die Produkte werden nicht nur von Menschen mit Behinderung liebevoll gefertigt, sondern diese stehen auch – meist gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Albert-Schweitzer-Einrichtungen – hinter den Ständen. Sie verkaufen Wertmarken – auch mobil, wie Werkstattrats-Vorsitzender Thomas Nagenborg betont – und präsentieren das Programm auf mehreren Bühnen, das vom Werkstattchor der ASE eröffnet wird.

Premiere feiert zudem ein Theaterstück, das die Theater-Werkstatt der ASE gemeinsam mit Kordula Völker ausgearbeitet hat: ein Weihnachtsstück.

Das Programm

Der Weihnachtsmarkt findet am Samstag, 2. Dezember, 11 bis 18 Uhr (Nikolaus Groß Straße 2, Dinslaken) statt. Parkmöglichkeiten sind auf dem Gelände der Berufsschule.

Bühne Lagerhalle: 11.30 bis 12 Uhr: Werkstatt-Chor der ASE; 13 bis 14 Uhr Theater-Werkstatt der ASE mit Kordula Völker; 14 bis 16 Uhr MGV Dinslaken-Feldmark; 15.30 bis 16.30 Uhr Tanzgruppe der ASE mit Tanzschule Rautenberg; 17 bis 18 Uhr Weihnachtslieder mit den Hathunters.


Weihnachtliche Musik im Hinterhof: 13 bis 14 Uhr Janin und Axel; 15 bis 16 Uhr Hathunters.

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