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AfD-Kreisparteitag in Voerde laut Polizei ohne Vorkommnisse

Die AfD traf sich am Sonntag zum Kreisparteitag m Reyna Palace an der B8.

Die AfD traf sich am Sonntag zum Kreisparteitag m Reyna Palace an der B8.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Voerde.  Etwa sechs Stunden dauerte der AfD-Kreisparteitag am Sonntag im Reyna Palace in Voerde. Eine Gegenaktion gab es dieses Mal nicht – aber Kritik.

Der Parteitag des AfD-Kreisverbandes am Sonntag im Reyna Palace an der B8 hat in etwa die von ihr in Richtung Stadt kommunizierten sechs Stunden gedauert. Das Treffen, das nach Angaben der Polizei gegen 17 Uhr endete, hatte ohne Zulassung der Öffentlichkeit stattgefunden. Die dazu wiederholt per E-Mail im Vorfeld der Veranstaltung an die Partei ausdrücklich gestellte Frage dieser Redaktion war nicht beantwortet worden.

Eine Pressemitteilung der AfD zu Inhalten und Ergebnissen des Parteitages – auf der Tagesordnung standen unter anderem Wahlen zum Kreisvorstand – lag bis Sonntagabend nicht vor. 30 Teilnehmer seien nach Aussage des Sicherheitsdienstes zu der Veranstaltung gekommen, erklärte Rainer Groß, Leiter der Polizeiwache in Voerde, kurz nach Ende des Treffens auf Anfrage der NRZ. Es sei ruhig geblieben.

SPD verurteilte Vorgehen der AfD

Anders als vor zwei Wochen, als es anlässlich des Bezirksparteitages der „Alternative für Deutschland“ im Reyna Palace einen stillen Protest in Form von Plakaten mit klaren Botschaften Richtung AfD gegeben hatte, blieb eine Gegenaktion dieses Mal aus. Man wolle der AfD nicht noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen, hatte der Voerder SPD-Vorsitzende Stefan Weltgen angekündigt. Die Sozialdemokraten gehörten zum Kreis derer, die den stillen Protest am 8. November mit organisiert hatten.

Dass sich die „Alternative für Deutschland“ in Anbetracht der aktuellen Pandemielage zu einem Kreisparteitag mit insgesamt 13 Punkten auf der Tagesordnung traf, ließ die SPD jedoch nicht kommentarlos stehen. Sie halte das Treffen in Länge und Ausgestaltung nicht nur für unnötig, sondern auch für „egoistisch“. Die Veranstaltung entspreche aus ihrer Sicht nicht den Vorgaben der Coronaschutzverordnung. Der Kreis Wesel dagegen wertete den Parteitag als in der geplanten Form zulässig. (P.K.)

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