Bücherschrank

Am Voerder Marktplatz steht jetzt ein Bücherschrank

Bürgermeister Dirk Haarmann, Architekt Hans-Jürgen Greve, Rainer Hegmann von innogy sowie Patin Annika Marhofen mit Sohn Felix (v.l.) schritten am Dienstag zur Tat und befüllten den neuen Bücherschrank mit Lesestoff.

Bürgermeister Dirk Haarmann, Architekt Hans-Jürgen Greve, Rainer Hegmann von innogy sowie Patin Annika Marhofen mit Sohn Felix (v.l.) schritten am Dienstag zur Tat und befüllten den neuen Bücherschrank mit Lesestoff.

Foto: Joosten

Voerde.   Am neugestalteten Marktplatz in Voerde steht jetzt dank innogy ein Bücherschrank bereit, der nach dem Prinzip „Geben und Nehmen“ funktioniert.

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Am Rande des neugestalteten Marktplatzes können Bücherfreunde jetzt nach dem Motto „Geben und Nehmen“ zugreifen: Alten Lesestoff abgeben und gegen neuen eintauschen, so funktioniert der Bücherschrank, den die innogy SE am Dienstagvormittag im Beisein von Vertretern der Stadt, der Politik und Ehrenamtlern aus dem Kultur- und Bildungsbereich an der Straße Im Osterfeld eröffnet hat. Bürgermeister Dirk Haarmann dankte dem Energieunternehmen, das sich in Voerde auch um die Strominfrastruktur kümmert, für diese Form des Engagements. Der Bücherschrank, der wie der Rheinpegel in Cortenstahl gefertigt wurde, trage mit zur „Verweilqualität“ des neuen Platzes bei.

Kleine Bibliothek hat 24 Stunden am Tag „geöffnet“

Das von dem Architekten Hans-Jürgen Greve entworfene Stadtmöbel habe einen „würdigen Platz“ erhalten und sei gut erreichbar, führte Haarmann weiter aus. Der Bücherschrank lebe davon, als Platz des Tausches, der Kommunikation zu fungieren. Mit Annika Marhofen hat die Stadt eine ehrenamtliche Patin gewonnen, die regelmäßig vorbei kommen und sich um die Ordnung in dem Schrank kümmern wird. Rainer Hegmann, bei innogy Leiter Hauptregion Rhein-Ruhr, unterstrich die Wichtigkeit, die den Paten zukommt, und zeigte die Vorteile des Stadtmöbels auf: „Es gibt so viele schöne Bücher, die man zu Hause nicht mehr unterbringen kann.“ Die kleine Bibliothek unter freiem Himmel bietet den Vorteil, 24 Stunden am Tag „geöffnet“ zu haben. Zudem sei diese eine „literarische Fundgrube“, heißt es von Seiten der innogy.

Neben der Patin Annika Marhofen hätten sich auch die Mitarbeiter der nahe gelegenen Stadtbibliothek bereit erklärt, nach dem Rechten zu sehen, erklärte Bürgermeister Dirk Haarmann. Der Förderverein der Einrichtung spendierte aus seinem Bestand die Erstausstattung für den Bücherschrank – zwei große Kartons voll mit unterschiedlichem Lesestoff: darunter Romane, Koch-, Kinder und Reisebücher, wie der erste Vorsitzende des Fördervereins Erich Ginz auf Nachfrage der NRZ erklärte.

Der Schrank bietet Platz für etwa 250 Bücher

Für innogy ist der am Dienstag in Voerde enthüllte Bücherschrank, der inzwischen 140. Diese stehen dem Unternehmen zufolge in kleineren Gemeinden wie im münsterländischen Raesfeld und in größeren Kommunen wie Bergheim, aber auch in der Großstadt Essen. Der Schrank bietet Platz für etwa 250 Bücher. Für Architekt Hans-Jürgen Greve sind es mit der gestrigen Eröffnung weit mehr als 140 Bücherschränke.

Das in Voerde enthüllte Stadtmöbel ist seine inzwischen 335. Arbeit dieser Art. Der Stahl, aus dem der Schrank gefertigt wurde, sei „sehr robust“, erklärte Greve und unterstrich mit Blick auf das Thema Vandalismus, dass eher die Bushaltestelle oder die Telefonzelle beschädigt würden als der Bücherschrank. Auch sprach der Kölner Architekt von einer „Wende“, was das Leseverhalten angeht: Kinder würden wieder zum Buch greifen. Auch sie sollen in dem neuen Bücherschrank fündig werden. Mit dessen Platzierung direkt an der Straße möchte die Stadt sicherstellen, dass das Angebot wahrgenommen wird, erklärte Bürgermeister Haarmann. Gleich daneben befindet sich eine der neuen Bänke, so dass die Nutzer sich hinsetzen, lesen und eben auf dem neugestalteten Marktplatz verweilen können.

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