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Arbeiten für die Emscherbrücke Dinslaken liegen im Zeitplan

Mitte des nächsten Jahres soll die neue Brücke über der Emscher fertig sein.

Foto: Heiko Kempken

Mitte des nächsten Jahres soll die neue Brücke über der Emscher fertig sein. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Während im Bereich der neuen Emschermündung zurzeit nichts passiert,wird an der Hagelstraße eifrig an der neuen Brücke gebaut.

Still scheint es geworden zu sein rund um die große Baustelle an der neuen Emschermündung in den Rhein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in diesem Jahr planmäßig keine Erdarbeiten mehr im Bereich der künftigen Mündungsaue stattfinden, teilt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft auf Anfrage der NRZ mit.

Zurzeit sei man hauptsächlich mit der Errichtung der neuen Brücke über die Emscher an der Hagelstraße in Eppinghoven beschäftigt.

Brücke soll bis Mitte 2018 fertig sein

Die neue Brücke, die der künftigen Emscher bei Hochwasser mehr Raum zum Durchfluss bieten wird, soll bis Mitte 2018 entstehen. Zurzeit sei die Emschergenossenschaft hier voll im Zeitplan, so Abawi.

In den vergangenen Wochen sind die Widerlager für die Brücke hergestellt worden, die Installation des Brückenüberbaus ist für Anfang 2018 geplant. Die Konstruktion wird zuvor in zwei Teilen angeliefert werden. Im Moment wird sie in einem Werk hergestellt. Das ist mitunter auch der Grund dafür, dass an der Hagelstraße eventuell nur wenig Bauaktivität zu vernehmen ist.

Die gröbsten Erdarbeiten sind erledigt

Und die Tätigkeiten im Mündungsbereich? Die gröbsten Erdarbeiten der Emschergenossenschaft im Bereich der neuen Mündungsaue seien weitestgehend fertig gestellt, berichtet der Pressesprecher.

Die neuen Deiche und Böschungen für den Hochwasserschutz sind errichtet, die konkrete Flussgestaltung folgt hier – wie bereits von der Emschergenossenschaft mitgeteilt wurde – erst in 2018.

Maßnahme ist Bestandteil des Generationenprojekts

Die aktuelle Maßnahme ist ein Bestandteil des Generationenprojekts Emscher-Umbau, in das die Emschergenossenschaft über fast 30 Jahre prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert.

Ursprünglich, das heißt im Jahr 1992, war von 4,5 Milliarden Euro ausgegangen worden. Die neuen Zahlen waren im November bei der jährlichen Genossenschaftsversammlung bekannt gegeben worden. Dabei hieß es auch, dass die neuen Zahlen das gesamte Projekt nicht durcheinander bringen würden.

Der Umbau der Emscher wurde 1991 beschlossen

Die Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, dass heißt von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Der Umbau des Emscher-Systems wurde 1991 beschlossen und Anfang 1992 begonnen. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.

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