Maßnahme

Arbeiten laufen nach Plan

Bis Ende Dezember wird der erste Abschnitt an der Emschermündung abgeschlossen sein. Weitere Bauabschnitte folgen bis 2020.

Bis Ende Dezember wird der erste Abschnitt an der Emschermündung abgeschlossen sein. Weitere Bauabschnitte folgen bis 2020.

Foto: www.blossey.eu

Dinslaken.   Auf der Jahreshauptversammlung berichtete der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft über die zahlreichen Großprojekte.

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Die Arbeiten an der Emschermündung laufen nach Plan. Bis Ende Dezember werden rechts neben der Mündung 130 000 Kubikmeter Boden ausgehoben sein. Im nächsten Jahr folgen dann weitere Arbeiten, die an der oberen Stelle des Dreiecks zum Mündungsbauwerk laufende Hecke wird entfernt und oberhalb davon mit dem Aushub begonnen. Bis 2020 werden die weiteren Pläne umgesetzt: der Bau einer neuen Brücke an der Hagelstraße sowie der Durchstich der neuen Mündung, die rund 500 Meter weiter nach Voerde verlegt wird.

Die neue Brücke wird gebaut, um ein größeres Durchlaufprofil zu erhalten, was wiederum den Schutz bei Hochwasser erhöht. Über dieses und weitere Großprojekte hat die Emschergenossenschaft auf ihrer Jahreshauptversammlung in Bochum informiert.

Unübersehbar sind die zahlreichen Baustellen im Revier, von Dortmund bis Dinslaken. Sie zeigen, dass etwas Neues entsteht – eine neue wasserwirtschaftliche Infrastruktur. Aus der Emscher wird ein blauer Fluss mit grünen Ufern, aus dem einstigen Hinterhof des Reviers sein neuer Vorgarten. „Aktuell haben wir 285 von 423 Kilometern an neuen Kanälen fertiggestellt und 123 von insgesamt 326 Kilometern an Gewässer ökologisch umgestaltet. Im gesamten Emschergebiet arbeiten wir aktuell an 22 Kanalbaumaßnahmen und elf Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung mit mehr als 180 Einzelbaustellen“, stellte Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, die aktuellsten Leistungszahlen des Emscher-Umbaus vor. Weit fortgeschritten ist auch der Bau des Abwasserkanals Emscher, der künftigen abwassertechnischen Hauptschlagader des Reviers: Mitte des Jahres konnte die Emschergenossenschaft das Bergfest feiern; bezogen auf die Lauflänge des Kanals von insgesamt 51 Kilometern sind aktuell knapp 35 Kilometer, also deutlich mehr als die Hälfte, fertig.

Insgesamt investiert die Em-schergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus rund 4,5 Milliarden Euro in die Region. Mehr als drei Milliarden Euro wurden dabei bereits eingebracht. „Wir investieren an jedem einzelnen Arbeitstag rund zwei Millionen Euro in eine zukunftsfähige Infrastruktur und treiben mit unserem Großprojekt als Motor erheblich die Bauwirtschaft an, besonders hier in der Region. Allein im vergangenen Jahr haben wir 143 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 340 Millionen Euro vergeben“, so Stemplewski.

Der Emscher-Umbau kann aber noch mehr für die Region leisten: Mit einer Verbesserung des gestörten Wasserkreislaufes im dicht besiedelten Gebiet kann das Hochwassermanagement optimiert werden. Ziel ist es, dass der Niederschlag nicht stoßartig über die versiegelten Flächen – Dächer, Wege, Straßen und Plätze – und dann über ein überlastetes Kanalnetz abfließen muss. Soweit es möglich ist, soll der Regen auf einfachen Wegen wieder dem Boden und dann dem nächsten Bach zugeführt werden. Dafür hat die Emschergenossenschaft in der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ verabredet, gemeinsam mit den Emscherstädten bis 2020 zunächst 15 Prozent des Abflusses von der Kanalisation abzukoppeln.

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