EHRUNG

Armin Laschet zeichnete Trudi Reske aus Voerde aus

Ministerpräsident Armin Laschet verlieh den Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an Gertrud Reske aus Voerde.

Foto: Staatskanzlei NRW/Uta Wagner

Ministerpräsident Armin Laschet verlieh den Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an Gertrud Reske aus Voerde. Foto: Staatskanzlei NRW/Uta Wagner

Voerde/Neuss.   Ministerpräsident Armin Laschet zeichnete 18 Bürgerinnen und Bürger für ihren Einsatz und ihre Leistungen aus: darunter Trudi Reske aus Voerde.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gertrud „Trudi“ Reske gehört zu den insgesamt 18 Bürgerinnen und Bürgern, die gestern am Tag des Ehrenamtes von Ministerpräsident Armin Laschet mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden sind. Die Ehrung fand im Zeughaus in Neuss statt. Trudi Reske sei seit mehr als 18 Jahren „mit großem persönlichem Einsatz“ für die medizinische Hilfsorganisation Interplast Germany aktiv.

Reske gehe an Orte, „an denen Hilfe bitter nötig ist“

Ein- bis zweimal im Jahr reise sie für mehrere Wochen und auf eigene Kosten nach Nepal, um dort eine Spezialklinik für plastische und rekonstruktive Chirurgie zu unterstützen. In dieser Klinik werden Menschen unentgeltlich versorgt, die sich eine Behandlung nach Unfällen, Brandverletzungen oder Fehlbildungen nicht leisten können. Vor allem Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, mit Tumoren und Verbrennungen werden in dem Hospital behandelt.

Reske gehe damit an Orte, „an denen Hilfe bitter nötig ist“. Sie packe überall mit an, mache selbst mit, spreche und übe mit den Menschen dort. „Von Sexualaufklärung über Hygienemaßnahmen, Unterricht an der Nähmaschine bis hin zur Reparatur von Möbeln und Rollstühlen – überall sei sie dabei.

Sie hat auch die Landessprache gelernt

„Und so gelingt es Gertrud Reske mit geringen Mitteln, die Situation des gesamten Krankenhauses spürbar zu verbessern. Voller Empathie für ihre nepalesischen Patienten bringt sie sich in die persönliche Patientenbetreuung ein und hat dafür sogar die Landessprache gelernt“, würdigte der Landesvater in seiner Laudatio.

Weil Reskes Hilfe nachhaltig sei, gehörten dazu auch Lern- und Ausbildungsprogramme für das einheimische Personal. So könnten Schwestern und Pfleger dort selbst weiterarbeiten, wenn keine Helfer aus dem Westen da seien. Und die Hilfe respektierten die einheimischen Fachkräfte – gemeinsam entwickle sie mit ihnen Ideen zur Verbesserung der klinischen Abläufe. Gertrud Reske sei breit vernetzt und verfüge über gute Kontakte zu Kliniken und Arzneimittelfirmen in Deutschland. So gelinge es ihr immer wieder, Transporte mit Klinik-Inventar und Medikamenten nach Nepal zu organisieren. Ihr humanitäres Engagement werde sowohl in Nepal als auch in ihrer Heimatstadt Voerde „als absolut vorbildlich“ hoch geschätzt.

„Ein globaler Gesundheitsengel“

„Ich finde, Gertrud Reske ist wirklich ein globaler Gesundheitsengel aus Nordrhein-Westfalen. Der Verdienstorden des Landes soll Sie immer an diese Wertschätzung von uns allen für Ihren Einsatz erinnern“, erklärte der Ministerpräsident.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik