Dinslaken. Die sechs Finalisten begeisterten mit ihrer thematischen Vielfalt und Qualität das Publikum. Wer sich durchsetzte und den 42. Windmühlen Cup für sich entschied.

„Film ab“ lautete am letzten Sonntag im November das Motto im Dachstudio der Stadtbibliothek. Der Filmclub Dinslaken hatte zum Finale des 42. Windmühlen Cups eingeladen. 24 Filme wurden dieses Jahr beim Amateurfilmwettbewerb eingereicht. Nach 338 Filmminuten wählte eine sechsköpfige Jury in einem Vorentscheid die sechs Finalisten aus, die an diesem Sonntagnachmittag gezeigt wurden. „Die sechs Filme finde ich sehr gut“, resümierte Walter Hoffacker, Mitglied und ehemaliger Vorsitzender des Filmclubs, kurz vor Beginn der Veranstaltung, die Zuschauer erwarte ein interessanter Mix an unterschiedlichen Themen. Und Filmclub-Mitglied Werner Kraasch versprach dem Publikum bei der Begrüßung: „Freuen Sie sich auf tolle Filme.“ Die beiden versprachen nicht zu viel – die sechs Finalisten überzeugten sowohl mit ihrer großen inhaltlichen Bandbreite als auch mit ihrer Qualität.

Den Auftakt machte der Film „Lichtburg – Kinogeschichte(n) aus Lünen“ von Uwe Koslowski. In seinem Beitrag hielt der Autor die wechselvolle Geschichte des Traditionskinos fest: Von den ersten Filmvorführungen im großen Saal des Gasthofs über Schließungen und Wiedereröffnungen – Einblicke in die Kinotechnik inklusive. Erinnerungen von Zeitzeugen lassen die Lichtburg Lünen lebendig werden. Etwa, wenn Handwerker Werner Hageneier erzählt, dass er einst die Sitzplätze im Saal nummeriert hat oder auch mal auf Pump im Kino war und die Karte beim nächsten Besuch bezahlt hat. Oder wenn Burkhard Netthövel verrät, dass er nach der Vorstellung eines Films über die Beatles selbst eine Band gegründet hat und seitdem Musik macht. Es sind liebevolle Details wie diese, die die Leidenschaft für Film und Kino spürbar machen.

Von Naturschönheiten und Baustellenarbeiten

In eine ganz andere Welt entführte Frank Lauter mit „Naturschätze im Schwäbisch-Fränkischen Wald“. Mit faszinierenden Bildern nimmt der Autor den Zuschauer mit in das Naturschutzgebiet und ist mit der Kamera ganz nah dran am laichenden Feuersalamanderweibchen, am hübschen Eisvogel oder herumtollenden Fuchskindern. Er begleitete Flora und Fauna durch den Wechsel der Jahreszeiten, zeigte nicht nur die Schätze, sondern zugleich auch die Schönheit der Natur.

Ein Film mit ganz lokalem Bezug bot der vierte Teil von „Dinslaken bricht auf“. Darin widmete sich Walter Hoffacker der Revitalisierung der Kathrin-Türks-Halle und begleitete die Sanierung, schaute den Handwerkern über die Schulter und gab den Zuschauern Einblicke in die entkernte Halle und zeigte, wie Stück für Stück die „Halle für alle“ entstand, die mit einem bunten Programm vor zwei Jahren eröffnet wurde. Nach einer kurzen Pause wurden im zweiten Teil die letzten drei Finalisten gezeigt. Uwe Koslowski war noch einmal mit „Licht aus, Corona kommt!“ vertreten. Jakob Breidenbachs „Es regnete… zu viel!“ thematisierte die Flut im Ahrtal und Benno Buzzis „Sperrstund‘ is“ setzte den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Filmnachmittag, der mit der Siegerehrung des 42. Windmühlen Cups seinen Höhepunkt fand. Über den ersten Platz konnte sich Frank Lauter freuen, der zweite Platz ging an Uwe Koslowski und Jakob Breidenbach erhielt den dritten Platz des diesjährigen Filmwettbewerbs.