Ehrenmäler

Auch Dinslaken gedenkt am Volkstrauertag der Kriegstoten

Das Ehrenmal in Oberlohberg an der Dickerstraße.

Foto: Heiko Kempken

Das Ehrenmal in Oberlohberg an der Dickerstraße. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Wir stellen die Ehrenmäler der Stadt vor, die am Sonntag (Volkstrauertag) in den Mittelpunkt rücken. Erinnerung an die Gefallenen der Weltkriege.

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Zum Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaften und die Kriegstoten aller Nationen feiern auch wieder viele Dinslakener Vereine am kommenden Sonntag, 19. November, den Volkstrauertag und laden alle Interessierten zu den jeweiligen Veranstaltungen ein. Wir stellen Ihnen einzelne Ehrenmäler vor und erklären die Geschichte dazu.

1. Gedenkstein der Kyffhäuser Kameradschaft

Den Kyffhäuserverein, ein sozialer Bund, gibt es schon seit 1873, sein Ehrenmal in der Stadtmitte aber erst später. Anlässlich der 100-Jahr-Feier des Vereins wurde der Gedenkstein auf dem Gelände an der Otterstraße eingeweiht – zum Gedenken an die Toten der Weltkriege. Am 19. November wird auf dem Kommunalfriedhof an der B 8 um 11 Uhr an der Friedhofskapelle den vielen gefallenen Soldaten gedacht. „Nach der Gedenkstunde auf dem Parkfriedhof wird an unserem Gedenkstein jedes Jahr ein Kranz niedergelegt, im Gedenken an nicht nur die für Deutschland gefallenen Soldaten“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Annemarie Roehl.

2. Ehrenmal im Volkspark

Der Gedenkstein der Interessengemeinschaft Dinslaken-Feldmärker-Vereine wurde am 19. November 1961 auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Wilhelm Lantermann zu Ehren der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges im Volkspark eingeweiht. Der Stein trägt die Aufschrift: „Den Toten beider Weltkriege zum Gedenken – Den Lebenden zur Mahnung“.

Die Pflege und Instandhaltung der Gedenkstätte obliegt der Stadt Dinslaken. Die Kranzniederlegung findet am kommenden Sonntag, um 11.30 Uhr am Mahnmal am Vereinsheim des KZV „R71“ im Volkspark im Bruch statt.

3. Ehrenmal in Eppinghoven

Den Toten der Kriege setzte auch der Heimatverein Eppinghoven neben der St. Johannes-Kirche 1960 ein Ehrenmal. Auf einer Mauer steht die große Gedenktafel in Bronze. Auf ihr stehen die Namen von 16 Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg sowie die Namen von 98 Gefallenen, 35 Vermissten und 16 Ziviltoten aus dem Zweiten Weltkrieg. Auf einer gemauerten Stele steht zudem schützend die Figur der Mutter Maria. „Seit der Errichtung des Denkmals führt der Heimatverein jährlich am Volkstrauertag eine Gedenkfeier durch, die von Rednern aus den Eppinghovener Vereinen, vom Kirchenchor, der Feuerwehr und dem Schützenverein gestaltet wird“, sagt Sepp Aschenbach vom Heimatverein Eppinghoven.

Nach der Messe, gegen 10.45 Uhr, wird am Ehrenmal an der Kerkmannstraße der Toten gedacht, aber auch „den Soldaten, die in der heutigen Zeit bei Auslandseinsätzen ihr Leben lassen, um den Frieden zu sichern“.

4. Ehrenmäler in Oberlohberg

Gleich zwei Ehrenmäler gibt es in Oberlohberg und an beiden sollen am kommenden Sonntag Kränze und ein Gesteck niedergelegt werden. „Die Gedenksteine an der Dickerstraße stehen für ganz Oberlohberg“, erklärt Heinrich Hülsemann vom Heimatverein Oberlohberg. Sie wurden 1931 errichtet, mit der Pflege ist die Stadt mit Unterstützung der hiesigen Vereine beauftragt. Neben den schweren Quarzite-Gedenksteinen existiert mitten im Wald noch ein Soldatengrab. „Dort ist ein Soldat aus Köln gefallen. Er wurde dann einige Wochen später von Waldarbeitern in einem Ein-Mann-Loch begraben“, sagt Hülsemann. Ein Grabstein mit Kreuz und Helm ziert sein Grab. Ab 14.15 Uhr beginnt am Sonntag an der Dickerstraße die Gedenkfeier.

5. Gedenkstein im Stadtpark

Der Knappenverein Lohberg gedenkt ab 10 Uhr an dem hohen aus Stein geschlagenen Gedenkstein im Stadtpark der verstorbenen und verunglückten Bergleute in der ganzen Welt. „Wir legen einen Kranz nieder für verstorbene Bergleute in China, Chile oder im Donbass-Becken in der Ukraine, aber wir denken auch an unsere Bergleute. Es wird eine Rede gehalten und gesungen“, sagt Hermann Dolar, erster Vorsitzender des Knappenvereins und selber ehemaliger Bergmann. Dieses Jahr begeht der Verein zudem sein 50-jähriges Bestehen.

Der Gedenktag wird seit 1925 offiziell in Deutschland, immer zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag, begangen.

Im Jahre 1921 wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dieser stille Feiertag als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges vorgeschlagen.


Vier Jahre später wurde der Volkstrauertag erstmals gefeiert.

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