Projekttag

Baldige Kinderpfleger aus Dinslaken forschen mit Kitakindern

Die Auszubildenden Alicja Janetzki und Viktoria Luft, genannt Plaisier, mit den Kindergartenkindern Ina und Lukas bei der Projektwoche der Kinderpfleger am Berufskolleg in Dinslaken. An diesem Stand bastelten die Schülerinnen mit den Kindern Zaubersand.

Foto: Lars Fröhlich

Die Auszubildenden Alicja Janetzki und Viktoria Luft, genannt Plaisier, mit den Kindergartenkindern Ina und Lukas bei der Projektwoche der Kinderpfleger am Berufskolleg in Dinslaken. An diesem Stand bastelten die Schülerinnen mit den Kindern Zaubersand. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Angehende Kinderpfleger des Berufskollegs Dinslaken luden im Rahmen ihrer Projektwoche die Kinder dreier Kitas zu einem Aktionstag ein.

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„Der Schwan möchte seine Eier vor dem bösen Fuchs, der sie fressen will, beschützen. Was meint ihr, sollen wir ihm helfen?“ Fünf Kindergartenkinder nicken eifrig, ganz gebannt von der spannenden Geschichte der Schülerin. Doch wo sollen die Eier bloß hin? Am besten in den Teich, denn dort sinken sie bis auf den Grund und sind für den Fuchs nicht mehr zu sehen. Das stellen die Kinder fest, als sie ein Ei in ihr Wasserglas gleiten lassen.

Vielfältiges Angebot der Schüler

Die Geschichte gehört zu einem von vielen Experimenten am Präsentationstag des Themas „Experimente – Kleine Forscher erkunden die Welt“ der beiden Unterstufen der angehenden Kinderpfleger des Berufskollegs Dinslaken am Montag.

„Explosion im dritten Milchsee“, „Regenbogenkreis“ oder „Fantastische Tellerbilder“ heißen andere Stände, die insgesamt 45 Schüler erarbeitet haben und nun Kindergartenkindern aus dem Familienzentrum Sankt Elisabeth, der Evangelischen Kindertagesstätte am Rotbach und dem Städtischen Familienzentrum Douvermann vorstellen.

Großes Engagement der Schüler

Laut Jessica Nühlen, Lehrerin am Berufskolleg, ist heute ein ganz besonderer Tag für die angehenden Kinderpfleger, denn sie müssen ihr gesammeltes Wissen aus der Unterstufe anwenden. Die fünf Tage Vorbereitungszeit der vorherigen Projektwoche waren dabei sehr intensiv, die Schüler haben Forschermappen und Verlaufsplanungen geschrieben, Einstiegssituationen geprobt und vieles mehr, erzählt Nühlen.

Auch die Gestaltung der Lernstation sowie der Kostüme ist ein wichtiger Aspekt. So haben die Schüler im Kunstunterricht viel gebastelt. Die Stände schmücken daher zum Beispiel große gebastelte Bäume, farbenfrohe Bilder oder die große braune Eule mit dem Stift am Flügel direkt neben dem Experiment „Lavalampen“.

Auch an Lavalampen wird geforscht

Julia Bischoff, Shantal Baldeau und Dilara Polat, die den Stand entwickelt haben, macht der Präsentationstag sehr viel Spaß. Bei dem Experiment der drei füllen die Kinder etwas Öl in ein Einmachglas. Dazu kommt Wasser, Lebensmittelfarbe, damit es etwas bunter wird, und ein halbes Spülmaschinentab, erklärt Julia Bischoff. Durch das Spülmaschinentab fängt das Gemisch an, zu sprudeln und bunte Blasen nach oben zu schießen, wie bei einer echten Lavalampe.

Im Unterricht haben die Schüler vorher gelernt, „wie man Experimente mit Kindern überhaupt durchführt“, sagt Shantal Baldeau. Es gibt dabei eine Motivationsphase, in der sich das Kind für den Versuch begeistern soll, danach den Hauptteil und natürlich einen Abschluss. Sie haben auch geübt, den Kindern die Materialien und die einzelnen Schritte des Versuches richtig zu erklären und sichergestellt, dass an ihrem Stand alles kindgerecht ist, erklärt Bischoff.

Auch Vulkanausbrüche gibt es

Ein Hingucker am Präsentationstag ist auch der improvisierte Vulkanausbruch von Rumeysa Sansu. Mit einem Gemisch aus Backpulver, Sprudelwasser, Essig und einem Schuss Spülmittel, das aus einem Becher umhüllt von Alufolie quillt, fasziniert sie mit ihrem Experiment die Kindergartenkinder.

An ihrem Stand wende sie von dem Gelernten aus dem bisherigen Schuljahr vor allem die visuelle und auditive Wahrnehmung an, erzählt Rumeysa Sansu. So könnten die Kinder bei ihrem Experiment nicht nur sehen wie der Alufolie-Vulkan ausbricht, sondern den „Ausbruch“ aufgrund des Sprudelns auch hören. Auch die Feinmotorik sei beim Experiment gefragt, wenn die kleinen Forscher ihr Magma-Gemisch vorsichtig in den Becher, der den Schlot darstellt, gießen müssten, erklärt die Schülerin.

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