Großbaustelle

Bauarbeiten an der Stadthalle in Dinslaken schreiten voran

Die Akustikdecke im Saal hängt. Darin sind auch Beleuchtung, Sprinkler, Lüftung und Brandmeldeanlagen verbaut.

Die Akustikdecke im Saal hängt. Darin sind auch Beleuchtung, Sprinkler, Lüftung und Brandmeldeanlagen verbaut.

Foto: Judith Michaelis / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Auf Baustelle hat sich vieles getan. Büros, Künstlergarderoben, Tagungs- und Mehrzweckraum sind fast fertig. Auch der Saal sieht nun anders aus.

Es hat sich einiges getan auf der Großbaustelle der Kathrin-Türks-Halle (KTH) in Dinslaken. „Die Fußbodenheizung ist drunter, der Estrich ist drauf“, sagt Bauleiter Uwe Drecker (Ernst² Architekten). „Wir müssen jetzt noch die Decke abhängen und anschließend den Parkettboden verlegen – und dann sieht es hier schon ganz wohnlich aus.“

Drecker steht im neuen Mehrzweckraum, dem Raum, „der für die Dinslakener Vereine und Institutionen gebaut wird“, wie Prozent-Geschäftsführerin Walburga Wüster erklärt. Wie auch die Büros, Künstlergarderoben und der Tagungsraum ist dieser weitestgehend fertiggestellt – nur noch die Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie die Innentüren fehlen in den Bereichen.

Baustellenrundgang war nun wieder möglich

Gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern haben Wüster und Drecker am Freitagnachmittag einige Vertreter aus Politik und Presse zum Baustellenrundgang eingeladen. Erstmals nach mehreren Monaten ist dieser nun, wo die Rohbauarbeiten abgeschlossen, die Unebenheiten im Boden und somit auch die Sicherheitsrisiken weniger geworden sind, wieder möglich.

Gestartet ist der Rundgang am Ententeich. Hier ist ein neuer separater und natürlich barrierefreier Eingang entstanden, der eben ermöglichen soll, dass der Mehrzweckraum auch unabhängig vom Betrieb in der Halle genutzt werden kann. Daneben gibt es noch Bühnen- und Haupteingang. Letzterer ist bekanntlich an die Halle angebaut worden und bietet dank kompletter Verglasung eine Ebene höher, spätestens wenn alle Folien abgezogen sind, „einen wunderbaren Blick auf Dinslaken“, sagt Wüster. Am Haupteingang müssen noch eine Drehtür sowie zwei barrierefreie Zugänge installiert werden. „Wenn man hier dann reinkommt, wird man gleich Höhe sehen und den Blick nach oben richten“, sagt Wüster.

Dunkel gehaltene Akustikdecke hängt im Saal

Den Blick nach oben zu richten, lohnt sich auch im Saal. Hier hängt nun die dunkel gehaltene Akustikdecke, in der aber weitaus mehr drin steckt als nur die Akustik. Auch Beleuchtung, Sprinkler, Lüftung und die Brandmeldeanlagen werden hier verbaut. Die zuständigen Gewerke seien derzeit mit den letzten Rohinstallationen beschäftigt, erklärt Wüster. „Die akustischen mit allen anderen Maßnahmen abzustimmen, war schon eine große Herausforderung“, sagt Bauleiter Uwe Drecker. Er zeigt nach oben, auf einen Stahlträger. Dieser sei aus dem Bestand geblieben und habe bei den Arbeiten an der Akustikdecke neben vielen weiteren Dingen eben auch berücksichtigt werden müssen, erklärt er.

Berücksichtigt wurde und wird auch, dass die KTH eine „Halle für alle“ ist. Ein Aufzug, der von der Tiefgarage über die verschiedenen Ebenen nach oben führt, macht die Halle künftig barrierefrei. Am Eingang wird ein Blindenleitsystem installiert, es gibt behindertengerechte WCs und auch Wickelräume. „Wir sind nun eben im Jahr 2020 und nicht mehr in den 70ern, da wurde ja noch ganz anders gebaut“, sagt Walburga Wüster.

>> SO GEHT ES WEITER

Ab Ende November sollen sich Mitarbeiter der städtischen Tochtergesellschaft Din-Event in die neue Technik in der Stadthalle einarbeiten können.

Die Sachverständigenabnahmen sind für November und Dezember terminiert. Für den Fall, dass etwas nachgebessert werden muss, hat die Prozent bereits vorsorglich Termine im Januar geblockt, erklärt Walburga Wüster.

Die offizielle Eröffnung soll dann im Februar 2021 sein. „Man weiß natürlich nie, was noch so um die Ecke kommt, aber wenn alles gut läuft, klappt das auch“, sagt Wüster.

Das Kostenbudget in Höhe von 34,6 Millionen Euro ist ausreichend und wird nicht überschritten.

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