Beste Gene für den Nachwuchs

Foto: WAZ FotoPool

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Voerde.  Prachtvolle Vierbeiner mit glänzendem Fell, anmutiger Erscheinung und elegantem Schritt - Anblicke dieser Art boten sich den gut 400 Besuchern bei der Hengstschau am Krüsterhof. Bei der über zweistündigen Veranstaltung im wahrsten Sinne ein Dutzend mal. Zwölf Pferde aus dem eigenen Dressur- und Zuchtstall präsentierte das Ehepaar Johann und Gisela Hinnemann, die für die Gäste von Hünxe bis zu den Beneluxländern am Dressurparcours eine Tribüne und Sitzreihen errichtet hatten.

„Ich habe Stuten, brauche einen Hengst zum Decken“, so Anne Kolves, die mit Familie extra aus Köln angereist war. „Es ist die Vererbung, die Gene, die passen müssen - da sucht man das entsprechende Modell dann aus“, ergänzte sie mit fachkundigem Blick auf die Tiere.

„Wir haben mal gezüchtet, haben selber eine Stute. Wir wollen uns mal einen Überblick verschaffen“, erklärte der Hünxer Peter Vlaasak sein Interesse an der Hengstschau.

Unterschriftensammlung

Mittlerweile sei die Veranstaltung ein echtes gesellschaftliches Ereignis geworden, freute sich Gisela Hinnemann. Die Qualität der Zucht bestehe darin, dass Tiere nicht einfach nur zusammengebracht und „vermehrt“ würden, sondern sich da auch Gedanken gemacht werde. Und dafür brauche es solche Veranstaltungen als „besondere Form der Kuppelei“.

„Wir erhoffen uns auch Kunden für unseren Sport“, verwies sie dabei aber auch auf den sportlichen Anteil des Hofes, da insgesamt vierzig Tiere mit gezielter Dressurausbildung auf dem Hof stünden. Nicht ohne bei ihrer Begrüßung die Anwesenden auf die politische Dimension der Pferdesteuer aufmerksam zu machen, gegen die sie hinter der Tribüne Unterschriften für eine bundesweite Petition sammelte.

Der eigene Hof habe mit den beiden „Powerfrauen“ Tina Hinnemann (Zucht) und Steffi Wolf (Sport) eine wunderbare Perspektive, schwärmte Johann Hinnemann, bevor er gemeinsam mit Sabine Brandt die Pferde mit ihrer Herkunft und ihren sportlichen Erfolgen vorstellte - von jungen Westfalen wie „Abercrombie“ hin bis zum siebenjährigen Fuchs „Breezer“ oder schwarzbraunen Prämienpferd „Supério“, der besondere Beachtung fand.

Langjährige Erfahrung

Anerkennende Worte gab’s für die Veranstaltung von Henrik von der Ahe vom Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, der privat gekommen war. „Das ist Hinnemanns langjährige Erfahrung hin bis zum Spitzensport - eine interessante Kombination und eine Adresse, wo man die Pferde gerne zur Ausbildung und zum Decken abgibt.“

Und die Neusserin Katharina Esser fand es „toll, dass auch junge Pferde mal an so einer Lounge geführt werden, statt kurz mal durchgejagt zu werden und Tschüss“. Deshalb komme sie gerne, „weil es hier auch wirklich um Ausbildung geht“ und nicht um Show.

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