Schwarze Heide

Bewegung fördern mit Flugzeugen

Kita-Kinder aus Bottrop, Kirchhellen, Oberhausen und Hünxe machten ihr Kinderbewegungsabzeichen (KIBAZ) auf dem Flugplatz Schwarze Heide.

Kita-Kinder aus Bottrop, Kirchhellen, Oberhausen und Hünxe machten ihr Kinderbewegungsabzeichen (KIBAZ) auf dem Flugplatz Schwarze Heide.

Foto: Heiko Kempken

Hünxe.   Premiere des Flieger-Kinderbewegungsabzeichens: An den Segelflughallen auf der Schwarzen Heide in Hünxe ging es hoch her. 50 Kinder waren dabei.

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Es regnet auf dem Gelände des Flugplatzes Schwarze Heide. Unter einem großen Pavillon haben sich die gut 50 Kindergartenkinder aus Hünxe und Kirchhellen mit Erzieherinnen und Eltern versammelt und warten auf den Start der Veranstaltung zum Kinderbewegungsabzeichen (KIBAZ). „Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir die Kinder heute hier begrüßen dürfen“, sagt Stefan Klett, Präsident des Aeroclub Nordrhein-Westfalen, zu dem gut 200 Luftsportvereine im Bundesland gehören.

Denn auf dem Gelände des Flughafens Schwarze Heide prämiert das Flieger-KIBAZ, eine Version des Kinderbewegungsabzeichens, bei dem sich alles um die Themen Flugzeuge und Fliegen dreht. Laura Hantke von der Sportjugend NRW gibt dann das Motto des KIBAZ vor: „Nicht das Messen der Leistungen, sondern der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund.“

Und wo könnte es mehr Spaß machen, sich zu bewegen, als vor der Kulisse von echten Flugzeugen. Begeistert machen sich die Kinder auf an die Spielstationen, die in den Segelflughallen vor den Flugzeugen aufgebaut sind. Und natürlich dreht sich hier auch thematisch alles um das Thema Fliegen. An einer Station müssen sich die Kinder aufreihen und dann versuchen, verschiedene Gegenstände von einem Startpunkt in einen Koffer zu befördern. An einer anderen Spielstation geht es darum, in einer Art Staffellauf Gegenstände einzusammeln und zum Piloten ins Cockpit zu bringen.

Am Flugsimulator wird geübt

Bei der „Flugreise“ wird es besonders bewegungsintensiv. Zur Musikbegleitung bewegen sich die Kinder mit ausgebreiteten Armen in einer umrandeten Fläche. Immer wenn die Musik stoppt, gibt Lars Herzog von den Sporthelfern NRW als „Flugbegleiter“ eine neue Bewegungsart vor: auf allen Vieren krabbeln, auf einem Bein hüpfen oder einfach im Kreis um die Fläche rennen, möglichst ohne eine „Flugzeugkollision“ herbeizuführen. „Ich bin ein Flugzeug!“, ruft eins der Kindergartenkinder. Zum Ausgleich gibt es aber auch einige ruhigere Stationen: Am Flugsimulator können die Kinder selbst mal ein Segelflugzeug durch die Wolken steuern, in einem echten Cockpit Platz nehmen oder etwas zum Thema Flugzeuge basteln. Die Kinder sind begeistert und lachen.

„Die Kinder haben sehr viel Spaß und machen heute auch alle wirklich super mit“, sagt Ingrid Goch, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte in Hünxe, die eine Gruppe aus fünf Kindern durch die unterschiedlichen Stationen führt. Sie hält das Angebot des Flieger-KIBAZ auch für pädagogisch wertvoll. „Mit Bewegung kann man sehr viel machen. Wir arbeiten in der Kindertagesstätte auch damit. Und hier werden auch alle Sinne der Kinder angesprochen“, erklärt Ingrid Goch. „Außerdem finden sie alles, was mit Flugzeugen und dem Fliegen zu tun hat, natürlich auch total toll.“ Die lachenden Kinder geben ihr im letzten Punkt zumindest Recht. Spaß hat es den ersten Teilnehmern des Flieger-KIBAZ auf jeden Fall gemacht.

Das KIBAZ ist ein Bewegungsangebot in Sportvereinen und Kindertagesstätten, dass drei bis sechsjährige Kinder spielerisch für Bewegung, Sport und Spiele begeistern soll. Dabei absolvieren die Kinder jeweils einen Parcour mit mehren Stationen.

40 000 Kinder haben bisher bei mehr als 700 Veranstaltungen am KIBAZ teilgenommen. Die Veranstaltungen werden von Sportvereinen angeboten, die für die Durchführung bis zu 500 Euro Zuschuss bei der Sportjugend NRW beantragen können.

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