Feuer

Explosion in Dinslakener Metzgerei - Ermittlungen dauern an

Die Metzgerei ist am Tag nach der Explosion mit Flatterband abgesperrt.

Die Metzgerei ist am Tag nach der Explosion mit Flatterband abgesperrt.

Dinslaken.  In einer Metzgerei war ein Feuer ausgebrochen, eine Gasleitung war beschädigt. Die Stadtwerke weisen auf das Verhalten bei Gasgeruch hin.

Die polizeilichen Ermittlungen zur Ursache der Explosion in der Hiesfelder Metzgerei Mölleken werden einige Tage dauern. Das sagte Andrea Margraf, Sprecherin der Kreispolizeibehörde auf Nachfrage der NRZ. Am Dienstagabend hatte eine Explosion die Scheiben der Fleischerei an der Sterkrader Straße/Ecke Mittelfeldstraße zerborsten, in der Wurstküche war ein Feuer ausgebrochen, eine Gasleitung war beschädigt.

Die Stadtwerke waren schnell vor Ort und haben die Gaszuleitung abgedreht. Es wurde ein Defekt an der Gasleitung festgestellt. Ob nun das Gas die Ursache der Explosion war oder ob die Explosion die Gasleitung beschädigt hat, müsse nun ermittelt werden, sagt Wolfgang Kammann, Sprecher der Stadtwerke Dinslaken. Dass Anwohner Gasgeruch wahrgenommen hätten, spreche aber für ein Leck.

Explosion: Frauen fuhren mit Fahrrädern an Metzgerei vorbei

Die Metzgerei ist am Mittwoch, dem Tag nach der Explosion, mit Flatterband abgesperrt. Die Scheiben der Ladenfront an der Sterkrader Straße sind durch Holzplatten ersetzt, die Geschäftstür notdürftig eingehängt. Aus dem geöffneten Türlicht strömt Brandgeruch. Ein Polizeisiegel verwehrt den Zutritt. Unzählige Passanten, vom Senior bis zu der Mutter mit zwei Kindern, bleiben stehen, lesen den Zettel an Tür und Fenstern. „Aufgrund eines Brandschadens ist unser Betrieb für die nächsten Tage nicht geöffnet. Wir werden schnellstmöglich versuchen, wieder zu eröffnen.“ Alle spähen durchs Glas der Eingangstür. Der Boden in der Metzgerei ist mit Scherben übersät, mittendrin steht das große Holzschwein, Maskottchen der Fleischerei, das sonst immer vor der Tür die Kunden in den Laden lockt.

Zwei Frauen haben am Abend offenbar großes Glück gehabt: Sie waren mit ihren Fahrrädern auf Höhe der Metzgerei, als die Scheiben auf die Straße flogen. Sie – und andere – haben auch die Rettungskräfte gerufen. Zum Glück wurde niemand verletzt, die Familie, die über der Metzgerei wohnt, hatte das Haus verlassen.

Stadtwerke: Wie verhält man sich bei Gasgeruch?

Die Stadtwerke machen nochmals auf das richtige Verhalten bei Gasgeruch aufmerksam. In solchen Fällen soll der Gashahn zugedreht und alle Fenster und Türen geöffnet werden, damit Durchzug entsteht. Auf keinen Fall dürfen Flammen oder Funken entstehen: Deswegen soll man keine Schalter betätigen, kein Telefon in den Räumen benutzen.

Nachbarn sollen gewarnt werden – wegen der Funkengefahr gilt auch hier: klopfen, nicht klingeln! Und: rausgehen und erst von draußen den Bereitschaftsdienst der Stadtwerke anrufen. Die direkte Durchwahl ist 02064/605260, aber auch wer die Zentrale unter 02064/6050 anruft, wird automatisch weitergeleitet. Anrufe, bei denen es um Gas geht, haben immer Priorität. Bei den Stadtwerken gibt es Notfallpläne, die dann greifen - wie auch in diesem Fall. (bes/aha)

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