THEATER

Burghofbühne Dinslaken räumt beim Theatertreffen NRW ab

Julia Sylvester in der Rolle des „Oskar“. Sie wurde dafür mit dem spontan geschaffenen Förderpreis „Schauspiel“ ausgezeichnet. 

Julia Sylvester in der Rolle des „Oskar“. Sie wurde dafür mit dem spontan geschaffenen Förderpreis „Schauspiel“ ausgezeichnet. 

Foto: Burghofbühne

Dinslaken/Münster.  Die Burghofbühne Dinslaken gewann beim Theatertreffen NRW gleich zwei Preise! Für die Inszenierung und den Förderpreis für die Hauptdarstellerin.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Dass die Burghofbühne Dinslaken als kleines Landestheater überhaupt zum Theatertreffen NRW eingeladen wurde, war schon eine kleine Sensation. Aber schon die Premiere von Mirko Schomberts Inszenierung nach Jonathan Safrans „Extrem laut und unglaublich nah“ hatte im Januar bundesweit Interesse auf sich gelenkt. Und so lag es vielleicht sogar in der Luft: Am 8. Juni ging am Theater Münster das NRW-Theatertreffen zu Ende, zu dem die zehnherausragenden Inszenierungen der nordrhein-westfälischen Stadt- und Landestheater eingeladen waren,und die die Burghofbühne Dinslaken nahm gleich zwei Preise mit nach Hause.

„Extrem laut“-und unglaublich erfolgreich!

Hauptdarstellerin Julia Sylvester erhielt von der Preisjury für ihr Spiel als „Oskar“ den in der Woche spontan ins Leben gerufenen Förderpreis „Schauspiel“ der Preisjury und die Inszenierung wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Das gesamte Publikum konnte im Laufe des Festivals für seine Lieblingsproduktion abstimmen.

Intendant Mirko Schombert: „Eine große Ehre“

„Wir waren schon sehr stolz und glücklich, als kleinstes NRW-Theater überhaupt zu diesem renommierten Festival eingeladen worden zu sein“, so Mirko Schombert. „Mit einer Auszeichnung hatte darüber hinaus niemand gerechnet.“ Dass die Burghofbühne nun direkt zwei Preise mitnehmen konnte, sei eine große Ehre.

„Ich bedanke mich beim kompletten Ensemble, dem Produktionsteam und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen voran natürlich bei Julia Sylvester,die meiner Meinung nach völlig verdient den Förderpreis gewonnen hat“, so Schombert weiter. „Für uns als Burghofbühne ist sowohl der Förderpreis als auch der Publikumspreis eine großartige Bestätigung unserer Arbeit.“

„Werden die Energie mit in unsere künstlerische Arbeit nehmen“

Der Burghofbühnenintendant sprach auch den Organisatoren des Festivals und den anderen Jury-Preisträgern, dem Theater Oberhausen für die beste Inszenierung und dem Schlosstheater Moers für die beste Ensembleleistung sowie Andreas Beck als besten Schauspieler seine Glückwünsche aus. Zehn inspirierende Theatertage lägen hinter dem Burghofbühnen-Ensemble und diese Energie werde man mit in die künstlerische Arbeit nehmen.

Kehraus mit Abschied

Am Freitag, 28. Juni, lädt die Burghofbühne zum Kehraus auf den Tenterhof ein. Um 17 Uhr wird dann das Stück „Kinder von Nothingtown“ aufgeführt, das den Kathrin-Türks-Preis 2018 gewonnen hat. Außerdem verabschiedet das Theater an diesem Tag eine Schauspielerin: ausgerechnet die nun ausgezeichnete Julia Sylvester.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben