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Bushaltestellen in Voerde sollen ausgebaut werden

Auch die Bushaltestelle Klosterkamp soll in naher Zukunft barrierefrei nutzbar sein.

Foto: Heiko Kempken

Auch die Bushaltestelle Klosterkamp soll in naher Zukunft barrierefrei nutzbar sein. Foto: Heiko Kempken

Voerde.   Die Situation an den Bushaltestellen in Voerde ist nicht gerade ideal. Diese sollen in den nächsten Jahren barrierefrei umgestaltet werden.

Wer in Voerde an einer Bushaltestelle steht, der weiß, dass die Gestaltung der meisten Haltepunkte nicht wirklich ideal ist. Gerade erhöhte Bürgersteige, die einen barrierefreien Einstieg in den Bus ermöglichen würden, fehlen fast überall im Stadtgebiet. Mit dieser Kritik sah sich auch Günter Schlüter, Leiter der Verkehrsplanung bei der Niag, konfrontiert, als er im Oktober bei Infoterminen in Friedrichsfeld mit Voerder Bürgern ins Gespräch kam. „Wir würden uns da als Niag natürlich auch besser ausgebaute Haltepunkte wünschen“, betonte Schlüter. „Allerdings macht die Stadt Voerde da derzeit alles, um den Ausbau voranzutreiben.“

Das bestätigt auf Nachfrage der NRZ auch Wilfried Limke, der erste Beigeordnete der Stadt Voerde. „Die Stadt macht da alles, was sie kann“, erklärte er. Die Stadtverwaltung hat Anträge für den Umbau von Haltestellen gestellt. Außerdem laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. „Das ist ein Programm, das in der Stadt über einige Jahre laufen wird“, berichtete Limke. Das Ergebnis soll sich dafür am Ende sehen lassen können.

Qualität der Bushaltestellen soll verbessert und Barrierefreiheit geschaffen werden

Die Qualität der Haltestellen in der Stadt soll sich verbessern und außerdem Barrierefreiheit geschaffen werden. Auch bisher ist eine Busfahrt in Voerde mit Rollstuhl oder Rollator durchaus möglich. „Wir haben in den Bussen Rampen, die bei Bedarf genutzt werden können“, erklärte Niag-Verkehrsplaner Günter Schlüter bei seinem Besuch in Friedrichsfeld und führte einigen interessierten Gästen die Funktionsweise der Rampen vor, die einen Einstieg in den Bus erleichtern.

Besonders im Fokus des Interesses stand bei vielen Bürgern die Haltestelle Klosterkamp in unmittelbarer Nähe des Voerder Ärztehauses. „Die ideale Lösung aus unserer Sicht wäre gewesen, die Haltestelle ein Stück weit zu verlegen“, erklärte Schlüter. Und zwar in Richtung des Ärztehauses. Dort hätten dafür allerdings Parkplätze weichen müssen, so dass man dieses Vorhaben verwarf. „Die Haltestelle soll natürlich auch ausgebaut werden“, erläuterte der erste Beigeordnete Limke. Jedoch am bisherigen Standort. „Es soll allerdings zusätzlich ein Haltepunkt an der Frankfurter Straße geschaffen werden, da dort der nötige Platz dafür vorhanden ist.“

Ungewöhnlicher Vorschlag des Niag-Verkehrsplaners für die Stadtverwaltung

Einen eher ungewöhnlichen Vorschlag hatte Niag-Verkehrsplaner Schlüter noch für die Stadtverwaltung: Man könnte die in Voerde und Friedrichsfeld vorhandenen Park-and-Ride-Parkplätze bewirtschaften, indem man sie beispielsweise kostenpflichtig macht oder vermietet. „Das würde es für die Pendler vielleicht auch attraktiver machen, mit dem Bus statt mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren“, sagte Schlüter. Auf Seiten der Stadt hält man diese Idee nicht für zielführend. „Es ist nicht im Sinne der Stadtverwaltung, den Pendlerverkehr in Voerde mit weiteren Kostenstrukturen zu belasten“, erklärte Limke dazu.

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