Jugendtreff

Caritas wird das Huberts in Dinslaken nicht wieder öffnen

Die Caritas wird die Dinslakener Jugendkneipe „Huberts“ nicht wieder eröffnen.

Foto: NRZ

Die Caritas wird die Dinslakener Jugendkneipe „Huberts“ nicht wieder eröffnen.

Dinslaken.  Caritas wird Treff in einstiger Form nicht mehr weiterführen. Michael van Meerbeck sieht „keinen Boden mehr für vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

Die Caritas wird den Jugendtreff Huberts in seiner einstigen Form nicht mehr weiterführen. Wie Caritasdirektor Michael van Meerbeck gestern auf NRZ-Nachfrage erklärte, sehe er „keinen Boden mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

Die Stadtverwaltung hatte den Verband zuvor in einem am 3. Juli versandten und am 10. Juli bei dem Verband eingegangenen Schreiben, welches der NRZ vorliegt, gefragt, ob er bereit sei, das niederschwellige Angebot für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren erneut anzubieten. In dem Brief bittet Sozialdezernentin Christa Jahnke-Horstmann um eine Antwort binnen einer Woche.

Verwaltung fordert „stimmiges und tragfähiges Konzept“

„Voraussetzung hierfür (für die Weiterführung des Huberts, Anm. d. Red.) ist ein stimmiges und tragfähiges Konzept, in dem auch Lösungsmöglichkeiten für die von Jugendlichen geäußerten Probleme sowie Perspektiven für die inhaltliche Ausgestaltung des Angebotes enthalten sind“, heißt es in dem von Christa Jahnke-Horstmann unterzeichneten Schreiben.

Benannt worden seien in den Gesprächen zwischen jugendpolitischen Sprecher der Fraktionen, Mitarbeitern der Caritas beziehungsweise des Huberts selbst, Mitgliedern des städtischen Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) sowie dem Jugendpfleger Simon Bleckmann wie berichtet insbesondere Wünsche nach verlässlichen Öffnungszeiten, Erreichbarkeit einer Ansprechperson, Informationen der Öffentlichkeit über elektronische Formate wie Facebook sowie Veranstaltungen wie Poetry-Slam oder Open Stage, schreibt die Sozialdezernentin – und schlägt vor, dass die Caritas gemeinsam mit KiJuPa-Mitgliedern sowie dem Jugendpfleger ein entsprechendes Konzept entwickeln könne.

Caritasdirektor kann Schreiben nicht nachvollziehen

„Wir haben aber schon zusammengesessen und über diese Dinge gesprochen“, sagt Michael van Meerbeck. Da es keine neuen Entwicklungen in der Diskussion um den seit 15. Mai geschlossenen Jugendtreff gebe, könne er die Intention des Schreibens nicht nachvollziehen.

Dennoch wird die Caritas die Räumlichkeiten an der Trabrennbahn noch bis zum Jahr 2020 nutzen. „Wir haben einen gültigen Vertrag und halten diesen natürlich auch ein“, betont van Meerbeck. Das Flüchtlingscafé werde weiterhin angeboten, auch könne er sich vorstellen, kleinere Caritas-Veranstaltungen hier abzuhalten.

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