Wohnen

CDU Dinslaken will Averbruch lebenswerter machen

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Gerd Grauvogl-Bruns, Phil Brüggemann, Tristan Gorba, Dino Rühlemann und Isis Götte stellten die Anträge der CDU vor. Im Bereich der Buchenstraße bei Netto wünschen sie sich eine Fußgängerzone.

Gerd Grauvogl-Bruns, Phil Brüggemann, Tristan Gorba, Dino Rühlemann und Isis Götte stellten die Anträge der CDU vor. Im Bereich der Buchenstraße bei Netto wünschen sie sich eine Fußgängerzone.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die CDU fordert eine Reihe Maßnahmen, die den Averbruch attraktiver machen sollen. Unter anderem eine Fußgängerzone und ein Schulwegekonzept.

Ein Wagen rollt während des Pressegesprächs auf der Spielstraße heran, als wollte er das Anliegen der CDU im Averbruch unterstreichen: Die Union möchte erreichen, dass in diesem Bereich der Buchenstraße zwischen Bienemann und Restaurant Mach eine Fußgängerzone eingerichtet wird. Die Bürger, das hat die Umfrage der CDU im Stadtteil im vergangenen Jahr ergeben, wünschen sich einen Treffpunkt im Averbruch. Und sie wünschen sich eine Beruhigung des Verkehrs im gesamten Stadtteil. Die CDU hat beide Anliegen in Anträge gegossen, die unter dem Leitthema „Lebenswerter Averbruch“ stehen.

Fußgängerzone im Zentrum

Derzeit sei der Stadtteil mehr auf „Wohnen als auf Leben“ ausgerichtet, so Fabian Schneider, stellvertretender Vorsitzender der CDU Dinslaken. Der kurze Abschnitt der Buchenstraße sei „des Wortes Zentrum fast nicht würdig“, so Tristan Gorba. Der Trend gehe aber wieder in Richtung Dezentralität, meint Schneider.

Der Bereich sollte daher attraktiver gestaltet und auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet werden, findet die CDU. Jetzt werde der Bereich nur für den schnellen Einkauf genutzt. Aber für den Verkehr werde die Straße eigentlich „nicht benötigt“, findet Tristan Gorba – zumal es im rückwärtigen Bereich von Netto einen großen Parkplatz gebe. Es könnten mehr Radabstellanlagen und mehr Platz für Außengastronomie geschaffen werden – der Bäcker könnte draußen Tische aufstellen, das Restaurant könnte sich weiter ausbreiten, so die CDU.

Außerdem würden viele Averbrucher die Dönerbude vermissen, die in der Vergangenheit in dem Bereich war. Die CDU regt daher an, in dem Bereich einen Stellplatz für einen Streetfoodtruck oder Imbisswagen einzurichten.

Auch die beiden Grünflächen am Ende der Spielstraße sollten aufgewertet werden, so die CDU. Was jetzt „eher unwürdiges Gestrüpp als ein Park“ sei könnte schöner gestaltet und zugänglich gemacht werden – die CDU schlägt ein Wasserspiel und Sitzgelegenheiten vor. Bänke würden im ganzen Stadtteil fehlen.

Schulwegekonzept erstellen

Der Stadtteil habe in den vergangenen Jahren „nie im Fokus konkreter Initiativen“ gestanden, so Gerd Grauvogl-Bruns, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Averbruch. Nun aber sei der Stadtteil im Umbruch, viele ältere Bürger würden wegziehen, junge Familien zuziehen. Die CDU wünscht sich, dass der Averbruch stärker auf diesen Generationswechsel ausgerichtet wird – vor allem auch, was den Verkehr betrifft.

So sei die Schule zwar saniert worden, es gebe zwei Kindergärten, aber „es wurde versäumt, etwas für Familien, für Kinder mit Fahrrädern zu machen. In den 80er Jahren sei eine Tempo-30-Zone eingerichtet worden – aber „gefühlt wurden nur die Schilder aufgestellt“, so Dino Rühlemann. Die Schloßstraße etwa – wo derzeit die Baustelle zusätzlich die Kinder gefährde – lade ein, schneller zu fahren. Die CDU wünscht sich eine Bestandserhebung der verkehrstechnischen Problematiken im Averbruch sowie die Erstellung eines Schulwegekonzepts Die Schloßstraße müsse baulich angepasst, die Rechts-vor-Links-Situation stärker hervorgehoben und eine Wegeführung an der Baustelle eingerichtet werden. Rühlemann habe mit anderen Eltern die Stadt deswegen bereits vergeblich angeschrieben. Außerdem seien die Kreuzungen mitunter unübersichtlich – so müssten etwa die Sichtbeziehungen etwa an der Schloß-/Ecke Hasenstraße überprüft werden, so die CDU.

Der Averbruch könnte in Sachen Verkehrsberuhigung als Projektstadtteil fungieren und die dort gesammelten Erfahrungen auf andere Stadtteile angewandt werden, so die Union.

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