Pandemie

Corona: Hünxer Bürgermeister nach Skiurlaub in Quarantäne

Bürgermeister Dirk Buschmann.

Bürgermeister Dirk Buschmann.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services (Archiv)

Hünxe.  Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann hält sich an die aufgrund der Corona-Krise geltende Allgemeinverfügung der Gemeinde und arbeitet von Zuhause.

Die Einschränkungen durch das Coronavirus machen auch vor Bürgermeister Dirk Buschmann nicht Halt: Seit Sonntag und noch bis Samstag befindet der Gemeindechef aus Hünxe sich in häuslicher Quarantäne.

Wie er der NRZ auf Nachfrage am Telefon erklärt, habe er vom 29. Februar bis zum 8. März Skiurlaub im österreichischen Flachau gemacht, „zu einem Zeitpunkt als die Lage noch recht unproblematisch war“.

„Und wenn ich das von allen Bürgern erwarte, muss ich das ja auch machen“

Seither jedoch hat sich die Situation bekanntlich verschärft – auch die Gemeinde Hünxe erließ am Samstag eine Allgemeinverfügung, die unter anderem besagt, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich zwei Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben sollen. „Und wenn ich das von allen Bürgern erwarte, muss ich das ja auch machen“, sagt Buschmann.

Seither arbeitet der Gemeindechef folglich von zuhause aus. Das sei dank Laptop, Tablet und Smartphone kein großes Problem: Man tausche sich über E-Mails aus, es gebe regelmäßig Telefonabsprachen. Außerdem, sagt der Bürgermeister über seine Mitarbeiter: „Die wissen schon, was sie da tun.“

Sein Arbeitsalltag zuhause unterscheide sich „jetzt nicht so sehr“ von dem im Rathaus. Präsenztermine gebe es aufgrund der aktuellen Situation sowieso nicht, Corona sei natürlich auch Arbeitsalltag bestimmend: Buschmann erzählt von dem Bombenfund an einer Baustelle, die vorerst stillgelegt werden musste, weil die zuständigen Mitarbeiter bei der Bezirksregierung nicht erreichbar waren; von den vielen Nachfragen dazu, dass Friseure in Hünxe nach wie vor geöffnet haben dürfen, obwohl sie in Städten wie Duisburg und Moers geschlossen sind. . . Und davon, wie er sein Video „Statement zur Corona-Krise“ zuhause aufgenommen hat: Ohne Stativ (denn das liege im Rathaus), dafür aber mit einem dazu umfunktionierten Fahrradreparaturgerät. „Das hat funktioniert, aber ich musste schon ordentlich improvisieren.“

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