Coronavirus

Coronavirus: Kreis Wesel verzichtet auf Kita-Beiträge

Auch die Eltern der Kita Sandhasen in Hünxe-Drevenack müssen im April keine Gebühren zahlen

Auch die Eltern der Kita Sandhasen in Hünxe-Drevenack müssen im April keine Gebühren zahlen

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Auch Eltern, die die Notbetreuung der Kitas nutzen, werden von den Beiträgen befreit. Was das für den Kreis Wesel finanziell bedeutet.

Der Kreis Wesel verzichtet im April auf Elternbeiträge für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Dies gilt für die Jugendamtskommunen Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Neukirchen-Vluyn, Schermbeck, Sonsbeck und Xanten.

Die NRW Landesregierung hat für den Zeitraum vom 16. März bis zum 19. April 2020 ein Betretungsverbot für Kinder und Eltern in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und in Kindertagespflegestellen ausgesprochen. „Wir möchten Eltern, die in dieser Situation erhebliche organisatorische und vielfach auch finanzielle Belastungen zu stemmen haben, entlasten“, so Landrat Dr. Ansgar Müller.

Notbetreuung wird kaum genutzt

Der Kreis Wesel wird deshalb die Abbuchung der Elternbeiträge für Kita und Tagespflege für den Monat April stoppen. „Eltern, die den Elternbeitrag monatlich per Einzelermächtigung oder Dauerauftrag überweisen, können die Zahlung ebenfalls für den April aussetzen. Bereits bezahlte Elternbeiträge werden umgehend erstattet. Eine Unterbrechung des Dauerauftrags ist nicht notwendig“, so der Landrat weiter.

Diese Regelung gilt auch für Eltern, die in kritischer Infrastruktur tätig sind und deshalb die Notfallbetreuung für ihre Kinder nutzen. In den sieben Jugendamtskommunen wird die Notfallbetreuung bisher kaum in Anspruch genommen. Seit dem 16. März wurden durchschnittlich nur 1,8 Prozent der Kita-Plätze und 4 Prozent der in der Tagespflege vorhandenen Betreuungsplätze belegt.

Das kostet die Maßnahme den Kreis Wesel

Der Kreis Wesel folgt mit dieser Regelung einer Empfehlung der Landesregierung, die Beitragserhebung für den Monat April auszusetzen. Damit verzichtet der Kreis auf Elternbeiträge in Höhe von rund 440.000 Euro.

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